Warum Kardinal Sarah seinen Kritikern Angst macht

Kardinal Sarahs Gegner haben seine Ansichten attackiert und seine Absetzung gefordert. Seine Antwort darauf ist ein anmutiges Schweigen, schreibt Matthew Schmitz (*)

Kardinal Sarah bei der Vorstellung der deutschen Ausgabe seines Buchs "Die Kraft der Stille" in der Bibliothek der Santa Maria dell'Anima am 25. Mai 2017
Foto: CNA / Daniel Ibanez
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24 June, 2017 / 9:01 PM

Eine wachsende Personengruppe möchte Kardinal Robert Sarahs Kopf auf einem Tablett sehen. Wer ein beliebiges liberales katholisches Magazin aufmacht, wird dort wahrscheinlich eine Forderung nach der Entlassung des Kardinals aus Guinea finden, der die Vatikanische Kongregation für den Gottesdienst leitet: "Es ist höchste Zeit für [Papst Franziskus], Kardinal Sarah zu ersetzen" (Maureen Fiedler, "National Catholic Reporter"); "neuer Wein wird möglicherweise gebraucht für die Kongregation für den Gottesdienst" (Christopher Lamb, "Tablet"); "Amtsträger der Kurie, die sich weigern, das Programm von Franziskus mitzumachen, sollten gehen. Oder der Papst sollte sie woanders hinschicken" (Robert Mickens, "Commonweal"); "Franziskus muss durchgreifen. Kardinäle wie Robert Sarah...mögen glauben, dass, weil für sie dieses Pontifikat die falsche Richtung eingeschlagen hat, das richtige Vorgehen ist, dieses zu verschleppen. Aber das bedeutet nicht, dass Franziskus das dulden muss, (The Editors, "Tablet").

Sarah wurde nicht immer so behandelt, als wäre er der gefährlichste Mann der Christenheit. Als er von Papst Franziskus im Jahr 2014 zu seinem Posten ernannt wurde, genoss er sogar das Wohlwollen derer, die ihn heute kritisieren. Mickens beschrieb ihn als "unehrgeizig, ein guter Zuhörer und, obwohl er eine klar konservative Seite zeigt, seit er nach Rom gekommen ist …. Ein 'Mann des II. Vaticanums'". Lamb erfuhr von seinen Quellen, dass Sarah jemand sei, den Liberale mögen könnten. Er sei die Sorte Bischof, die für eine "Inkulturation" offen sein könnte. John Allen fasste den Konsens rund um den Vatikan zusammen: Sarah galt als ein zurückhaltender Bischof, "warm, witzig und bescheiden".

All das änderte sich am 6. Oktober 2015, dem dritten Tag der umkämpften Familiensynode. Die Synodenväter waren zerrissen zwischen den scheinbar konkurrierenden Ansprüchen, einerseits Menschen zu erreichen, die sich von der Sexuallehre der Kirche stigmatisiert fühlen, und andererseits die Wahrheit mutig in einer feindlichen Welt zu verkünden. In seiner als "Apokalyptische-Bestien-Rede" bekannt gewordenen Intervention bestand Sarah darauf, dass beides möglich sei. "Wir kämpfen nicht gegen Bestien aus Fleisch und Blut", sagte er seinen bischöflichen Brüdern.

"Wir müssen inklusiv sein und alles Menschliche willkommen heissen". Aber die Kirche müsse auch im Angesicht zweier großer Herausforderungen die Wahrheit verkünden. "Auf der einen Seite, der Götze westlicher Freiheit; auf der anderen islamischer Fundamentalismus: atheistischer Säkularismus versus religiöser Fanatismus."

Als junger Priester studierte Sarah an der École Biblique in Jerusalem und plante eine Dissertation über "Jesaja, Kapitel 9-11, im Licht Nordwestlicher Semitischer Linguistik: Ugaritisch, Phönikisch und Punisch". Es ist also nicht verwunderlich, dass er sich biblischer Sprache bediente, um seinen Punkt zu machen. Westliche Freiheit und Islamischer Fundamentalismus, sagte er der Versammlung, seien wie zwei "apokalyptische Bestien". Das Bild entstammt dem Buch der Offenbarung, das beschreibt, wie zwei Bestien die Kirche angreifen werden. Die erste kommt aus dem Meer mit sieben Köpfen, 10 Hörnern, und Gotteslästerung auf den Lippen. Die zweite kommt vom Land, übt große Wunder, und überredet die Welt, die erste anzubeten.

Diese seltsame Dynamik - eine monströse Bedrohung bringt Menschen dazu, die andere anzunehmen - ist, was Sarah in unserer eigenen Zeit im Gang sieht. Angst vor religiöser Unterdrückung verleitet manche, eine götzendienerische Freiheit anzubeten. (Ich erinnere mich daran, wie ich als einziger sitzen blieb, als Ayaan Hirsi Ali eine Rede mit der Bitte beendete, einen Steh-Applaus "auf die Blasphemie!" zu geben.) Andererseits verleiten Angriffe auf die menschliche Natur manche dazu, auf das falsche Versprechen religiösen Fundamentalismus herein zu fallen, der seinen schrecklichsten Ausdruck unter der schwarzen Fahne des IS findet. Jedes Übel verleitet jene, die es fürchten, sich dem Gegenteil zu unterwerfen. Wie Kommunismus und Nazismus im 20. Jahrhundert, muss beiden widerstanden werden.

Erzbischof Stanisław Gądecki, Leiter der Polnischen Bischofskonferenz, schrieb, dass Sarahs Intervention auf einem "sehr hohen theologischen und intellektuellen Niveau" gemacht wurde, aber an anderen schien die Aussage völlig vorbeizugehen. Erzbischof Mark Coleridge von Brisbane verdammte lautstark die Verwendung "apokalyptischer Sprache". (Man fragt sich, was er vom Rest der Offenbarung des Johannes hält.) "Die Jungs werden nicht gerne ans Ewige Gericht erinnert", witzelte ein Kardinal, nachdem Sarah gesprochen hatte.

Ein prominenter Vatikanist schrieb mir aus Rom: "Heute ist er voll reingetreten mit seinem Reden über die zwei Bestien der Apokalypse. Seine Papst-Aktie hat einen Schlag verpasst bekommen". Pater James Martin SJ behauptete, dass Sarah den Katechismus missachtet habe, "der uns bittet, LGBT-Menschen mit 'Achtung, Mitleid und Takt'" zu begegnen.

Manchmal möchte man fragen ob, für Katholiken wie Pater Martin, es irgendwelche Worte gibt, mit denen die Sexuallehre der Kirche verteidigt werden kann - weil sie diese nie verwenden. Dennoch hatte die Reaktion auf Sarahs Rede wahrscheinlich mehr zu tun hatte mit schlichter Ungebildetheit als Differenz aus Prinzip. Kardinal Winfried Napier aus Durban sagte im Vorfeld der Synode, dass Europäer an einer "weit verbreiteten Ignoranz und Ablehnung nicht nur der Kirchenlehre, sondern auch der Heiligen Schrift" leideten. Er hatte Recht. Wer nicht in der Schrift lebt und deren Darstellungen aus erster Hand kennt, ist eher geneigt, die biblische Sprache für irrelevant oder aufrührerisch zu halten.

Am 14. Oktober, eine Woche nach Sarahs Rede, beschwerte sich Kardinal Walter Kasper über afrikanische Interventionen bei der Synode. "Ich kann nur über Deutschland sprechen, wo die große Mehrheit eine Öffnung zu Scheidung und Wiederverheiratung will. Es ist das gleiche in Großbritannien, es ist überall." Nun, nicht ganz überall: "Mit Afrika ist das unmöglich. Aber sie sollten uns nicht zu viel sagen, was zu tun ist."

Kaspers Ablehnung Sarahs und anderer Afrikaner löste einen sofortigen Aufschrei aus. Obianuju Ekeocha, eine nigerianische Katholikin, die gegen Abtreibung kämpft, schrieb: "Man stelle sich meinen Schock vor, als ich heute die Worte eines der prominentesten Synodenväter las… als afrikanische Frau, die nun in Europa lebt, bin ich es gewohnt, dass meine meine moralischen Ansichten und Werte ignoriert oder als 'afrikanisches Anliegen' schlecht macht".

Kardinal Napier stimmte zu: "Es wirklich beunruhigend, einen Ausdruck wie 'der Theologe des Papstes' in Bezug auf Kardinal Kasper zu lesen … Kasper ist gegenüber der Afrikanischen Kirche und ihren Köpfen nicht sehr respektvoll".

Kaspers Statement war wie ein Dammbruch. Seitdem ist eine große Welle der Beschimpfung über Sarah geschwappt. Seine Kritiker haben ihn als hochnäsig beschrieben, als ungebildet und möglicherweise kriminell - oder zumindest einer gehörigen Tracht Prügel bedürftig.

Michael Sean Winters vom "National Catholic Reporter" erinnerte Sarah an seine Rolle ("Kurienkardinäle sind, letzten Endes, Personal, hochgestelltes Personal, aber Personal"). Pater William Grimm von "La Croix" bezeichnete seine Arbeit als "töricht, offensichtlich dumm...rotbemützte Idiotie". Andrea Grill, ein liberaler italienischer Liturgiker, schrieb: "Sarah hat seit Jahren bedeutende Unzulänglichkeit und Inkompetenz im Bereich der Liturgie gezeigt".

Im "Tablet" korrigierte Pater Anthony Ruff den Kardinal. "Es wäre gut, wenn er die Reformen mehr studieren und verstehen könnte, zum Beispiel, was 'Mysterium' in der katholischen Theologie bedeutet". Massimo Faggioli, ein Vatikanist, der Roms Eisdielen heimsucht, bemerkte unschuldig, dass Sarahs "Apokalyptische-Bestien-Rede "in manchen Ländern den Vorwurf krimineller Tatbestände" einbringen würde. (Nachdem er viele Jahre unter der brutalen marxistischen Diktatur von Sékou Touré seinen Dienst versah, muss Sarah kaum daran erinnert werden, dass das offene Bekenntnis des christlichen Glaubens ein Verbrechen sein kann.)

Nachdem Papst Franziskus vergangenes Jahr Sarahs Aufruf an Priester zurückgewiesen hatte, die Messe ad orientem zu feiern, regnete Verachtung in Form von Schlägen auf Sarah herab: "Es ist höchst ungewöhnlich für den Vatikan, öffentlich einen Prinzen der Kirche abzuwatschen, aber nicht ganz verwunderlich angesichts des Vorgehens von Kardinal Sarah…" (Christopher Lamb, "Tablet"); "der Papst watschte Kardinal Sarah ziemlich heftig ab, mit nur einem geringen Maß an Wahrung des Gesichts" (Anthony Ruff, "Pray Tell"); "Papst watscht Sarah ab" Robert Mickens auf Twitter); "Papst Franziskus...watschte ihn ab" (noch einmal Mickens, in "Commonweal"); "ein weiteres Abwatschen" (wieder Mickens, einige Monate später in "La Croix"). Alles in allem eine ganze schön Tracht Prügel.

Vorwürfe mangelnder Sensibilität auszutauschen ist wahrscheinlich nicht der beste Weg, doktrinäre Dispute zu lösen, aber die Rhetorik der Kritiker Sarahs entlarvt etwas Wichtiges über das heutige katholische Leben: In lehramtlichen Fragen, moralischen wie liturgischen, sind liberale Katholiken zu kirchlichen Nationalisten geworden.

Traditionelle Katholiken neigen dazu, einheitliche Lehr-Standards und pastorale Herangehensweisen zu unterstützen, unabhängig von nationalen Grenzen. Wenn sie schon nicht die Lateinische Messe bevorzugen, wollen sie doch Übersetzungen, die dem Lateinischen so eng wie möglich entsprechen. Wie Afrikaner über Homosexualität sprechen, oder Christen des Nahen Ostens über den Islamismus, skandalisiert sie nicht.

Liberale Katholiken daegen setzen sich für landessprachliche Übersetzungen ein, die im idiomatischen Stil geschrieben und von nationalen Bischofskonferenzen genehmigt wurden, nicht von Rom. Örtliche Wirklichkeiten verlangen einen Zuschnitt der Wahrheit, wann immer diese eine Grenze überschreitet. Katholische Glaubenssätze sollten in pastoral sensibler Sprache gekleidet sein - sensibel freilich gegenüber den Sensibilitäten des gebildeten, wohlhabenden Westens.

Einer der Vorteile des kirchlichen Nationalismus ist, dass er Liberalen erlaubt, Diskussionen über Glaubensgrundsätze zu vermeiden, bei denen in der Regel die traditionellen "Rigoristen" die Oberhand haben. Wenn die Wahrheit durch örtliche Wirklichkeiten vermittelt werden muss, wird kein Mensch in Rom oder Abuja viel über den Glauben in Brüssel oder Stuttgart zu sagen haben (das war der Punkt hinter Kaspers Abweisung von Afrikanern).

Man sieht dies bei Autoren wie Rita Ferrone vom "Commonweal", derzufolge Englischsprachige, statt auf Sarah zu hören, "unseren eigenen Menschen vertrauen [sollten] und unserer Weisheit, was das Gebet in unserer Muttersprache angeht". Das "wir" hinter dem "unseren" ist nicht global und katholisch, sondern bourgeois und Amerikanisch.

Was wäre wenn, statt in seine Schranken gewiesen zu werden, abgewatscht zu werden oder eingesperrt dafür, westliche Sprachregelungen missachtet zu haben, Sarah Papst wird? Davor haben seine Kritiker am meisten Angst. Mickens schreibt von der dunklen Möglichkeit eines "Pius XIII (auch bekannt als Robert Sarah)". Lamb sagt, dass Sarah "der erste schwarze Papst" werden könnte. (Das wäre schön - Sarahs Eltern, Konvertiten im entlegenen Dorf Ourous in Guinea, dachten, dass nur weiße Männer Priester werden können und lachten, als ihr Sohn ihnen sagte, dass er ins Priesterseminar wollte). Der gleiche gut vernetzte Vatikan-Beobachter, der mir sagte, dass Sarahs Aktien während der Synode stürzten, sagt nun, dass er an Fortüne gewonnen habe. "Die ganzen Attacken fallen auf, wie auch seine gnädige Weigerung, auf gleiche Weise zu antworten".

Es ist tatsächlich bemerkenswert, dass Sarah mit soviel Anmut diesen Hagelsturm der Pöbelei ertragen hat. In seinem neu veröffentlichten Buch, Die Kraft der Stille, vernehmen wir seinen unterdrückten Schmerzensschrei:

"Ich spreche aus eigener Erfahrung. Schmerzhaft habe ich den Mord durch üble Nachrede, Beleidigung und öffentliche Demütigung erfahren und ich habe gelernt, dass es einer Person, die einmal beschlossen hat, sie zu vernichten, kaum an Worten der Gehässigkeit und Heuchelei fehlen wird; die Lüge hat eine unglaubliche Fähigkeit, Argumente, Beweise und scheinbare Wahrheiten auszumalen. Wenn aber Männer der Kirche sich so verhalten, ehrgeizige und vor allem trügerische Bischöfe, ist der Schmerz noch tiefer. Doch  [...] müssen wir ruhig und still bleiben. Bitten wir um die Gnade, niemals von Groll, Hass und aufgesetzten Gefühlen heimgesucht zu werden! Bleiben wir demütig standhaft in der Liebe zu Gott und zu Seiner Kirche!"

Trotz allem ist Sarah ein ungebeugter Mann. Sein Buch wiederholt seinen Ruf nach der Messe ad orientem und den Rest der "Reform der Reform": "Wenn Gott es will, möge – wann Er es will und wie Er es will – eine Reform der Reform in der Liturgie geschehen. Trotz Zähneknirschen wird sie kommen, denn es geht um die Zukunft der Kirche."

Wenn Sarah sich weigert, denen gefällig zu sein, die Rom regieren, dann wird er auch nicht einer anderen Partei dienen. In seinem wunderbar eigenen Buch erzählt er alte islamische Volksmärchen, schwärmt für die Leidenden und die Schwachen, und verdammt lautstark militärische Interventionen: "Wie sollten wir nicht über die Taten der Amerikaner samt ihrer westlichen Verbündeten im Irak, in Libyen, Afghanistan und Syrien schockiert, ja erschreckt sein?" Sarah betrachtet diese als götzendienerisches Blutvergießen "im Namen der Göttin Demokratie" und "im Namen der Freiheit, einer weiteren Göttin des Westens". Er ist gegen das Bestreben, "eine Religion ohne Grenzen und eine neue globale Ethik" aufzubauen.

Wem das überzogen scheint, der sei daran erinnert, dass, sechs Tage nachdem Raketen in Baghdad einschlugen, Tony Blair ein Memorandum an George W. Bush schickte, in dem zu lesen stand: "Unser Ehrgeiz ist groß: eine globale Agenda zu errichten, um die herum wir die Welt vereinen können...um unsere Werte der Freiheit, Demokratie, Toleranz zu verbreiten." Sarah betrachtet dieses Programm als beinahe gotteslästerlich.

Auch über die moderne Wirtschaft hat er ähnlich bissige Ansichten: "Die Kirche würde einen fatalen Fehler begehen, wenn sie sich damit abmühte, sich der modernen Welt gegenüber sozial zu zeigen, die durch den Freihandelskapitalismus aus den Zügeln gerät."

Krieg, Verfolgung, Ausbeutung: All diese Kräfte sind Teil einer "Diktatur des Lärms", deren ununterbrochene Botschaften Menschen ablenken und die Kirche diskreditieren. Um ihnen zu widerstehen, wendet sich Sarah an das Beispiel von Bruder Vincent, einem kürzlich verstorbenen jungen Mann, dem Sarah von Herzen zugetan war. Nur wenn wir lieben und beten wie Vincent, können wir las musica callada hören, die stille Musik der Engel, die für Johannes vom Kreuz gespielt wurde. Ja, dieses Buch zeigt, dass Sarah eine große Menge zu sagen hatte: über das mystische Leben, die Kirche und das Weltgeschehen. Größtenteils schweigt er jedoch - während die Welt über ihn redet.

Matthew Schmitz ist Ressortleiter, Literatur bei "First Things" und Robert Novak Journalism Fellow.

Dieser Artikel erschien im englischen Original zuerst in der Ausgabe vom 23. Juni 2017 des "Catholic Herald". Veröffentlicht in deutscher Sprache mit freundlicher Genehmigung von Autor und "Catholic Herald". Übersetzt von Anian Christoph Wimmer.

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Die Kraft der Stille ist erschienen beim Fe-Medienverlag.