5 Mythen über die Eucharistie, die viele immer noch glauben

Es ist Sein Leib
Foto: ChurchPOP via Wikipedia (Gemeinfrei)
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Der heutige Feiertag ist dem Dogma der Realpräsenz Christi in der Eucharistie gewidmet. Weil die Eucharistie Christus selber ist, steht die Eucharistie auch im Mittelpunkt des christlichen Glaubens.

Umso bedauerlicher, dass es nach wie vor viele Missverständnisse darüber gibt. Hier sind fünf oft zu hörende Mythen:

Mythos 1: Die Eucharistie ist nur ein Brot, ein Symbol

Wahrheit: Natürlich hat es symbolische Bedeutung, dass geistliche Nahrung uns in der Form von Brot und Wein stärken. Aber die Eucharistie ist nicht nur Symbol, Sinnbild oder Metapher. Die Eucharistie ist Jesus selbst!

Woher wir das wissen? Weil es Jesus uns so gesagt hat. Als er beim letzten Abendmahl die Eucharistie einsetzte, sagte er nicht, dass das Brot "wie" sein Leib sei, oder ein "Symbol" für seinen Leib. Er sagte "dies ist mein Leib". Katholiken nehmen ihn beim Wort und glauben an die Realpräsenz in der Eucharistie durch den Glauben.

Mythos 2: Die Realpräsenz ist eine spätere Korruption des Glaubens, der auf das Konto der Katholischen Kirche geht. 

Wahrheit: Neben der klaren Lehre aus Christi Mund - siehe oben - wie auch der des heiligen Apostels Paulus (siehe 1 Kor 11), wissen wir aus den eigenen Schriften der frühen Christen, dass sie an die Realpräsenz Jesu in der Eucharistie glaubten.

Hier sind zwei Beispielen von vielen: Anfang oder Mitte des zweiten Jahrhunderts schrieb der heilige Ignatius von Antiochien im Brief an die Smyrnaer, dass das prägende Merkmal von Häretikern sei, dass sie sich von "der Eucharistie und dem Gebete [fernhalten], weil sie nicht bekennen, dass die Eucharistie das Fleisch unseres Erlösers Jesus Christus ist, das für unsere Sünden gelitten hat und das der Vater in seiner Güte auferweckt hat" (Brief an die Smyrnäer, 7

Und der heilige Märtyrer Justin schrieb Mitte des zweiten Jahrhunderts: "Denn nicht als gemeines Brot und als gemeinen Trank nehmen wir sie; (...) unter Danksagung geweihte Nahrung, mit der unser Fleisch und Blut durch Umwandlung genährt wird, Fleisch und Blut jenes fleischgewordenen Jesus sei." (Erste Apologie, 66)

Mythos 3: Katholiken opfern Jesus immer wieder, weil sein erstes Opfer nicht ausreichte 

Wahrheit: Diese alte protestantische Propaganda gegen die katholische Kirche ist schlicht falsch. Die Bibel (zusammengestellt und erhalten von der Katholischen Kirche) besagt klar, dass Christus "ein für alle mal" für die Sünden der Welt gestorben ist (vgl. Römer 6,10, Hebräer 7,27, etc.). Und der Katechismus stellt dies auch klar fest (vgl. KKK 1330).

Wenn Katholiken die Eucharistie als das heilige Meßopfer bezeichnen, dann ist das so gemeint, dass es das "das einzigartige Opfer Christi vergegenwärtigt". Das Opfer Christi am Kreuz ist die unendliche Quelle aller Gnade, die Gott in der Welt und der Kirche verschenkt. Die Eucharistie ist die geheimnisvolle Art, die Christus uns hinterließ, mit der alle Generationen an seinem einmaligen Opfer teilhaben können und in ihrem eigenen Leben erfahren können. 

Mythos 4: Jeder sollte die Eucharistie empfangen dürfen, egal was er glaubt oder in welchem Zustand seien Seele ist

Wahrheit: Es klingt vielleicht willkommen heißend oder inklusiv, aber die Eucharistie allen zu öffnen, egal was sie glauben oder in welchem Zustand ihre Seele ist, wäre tatsächlich schlecht für Menschen, die nicht darauf vorbereitet sind. Und es stünde im Widerspruch zur Heiligen Schrift.

Das hat die Kirche nicht einfach erfungen. Der heilige Apostel Paulus spricht das Problem an, wenn Menschen die Eucharistie unvorbereitet empfangen:

Wer also unwürdig von dem Brot isst und aus dem Kelch des Herrn trinkt, macht sich schuldig am Leib und am Blut des Herrn. Jeder soll sich selbst prüfen; erst dann soll er von dem Brot essen und aus dem Kelch trinken. Denn wer davon isst und trinkt, ohne zu bedenken, dass es der Leib des Herrn ist, der zieht sich das Gericht zu, indem er isst und trinkt. (1 Kor 11,27-29)

Natürlich wollen Katholiken, dass alle die Eucharistie empfangen – eben als gläubige und praktizierende Katholiken.

Mythos 5: Es kann auch Traubensaft statt Wein genommen werden

Wahrheit: Evangelikale Protestanten und andere nehmen gerne Traubensaft statt Wein, wenn sie ihr Abendmahl feiern. Einer der Gründe ist manchmal die scheinbar gute Absicht, damit Alkoholmissbrauch zu vermeiden.

Die Praxis widerspricht aber dem, was Jesus Christus seiner Kirche gezeigt und gesagt hat. 

Christus hätte jedes Getränk für die Eucharistie verwenden können, wählte aber den Wein. Es steht keinem zu, diese Entscheidung Jesu für sozial unverträglich oder anderweitig unklug zu halten und zu ändern. 

Die Kirche verwendet deshalb – gemäß der Einsetzung Jesu – echten Wein (und Brot).

Veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung und Unterstützung von www.ChurchPOP.com 

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