"Bischof Bala wurde ermordet": War angeblicher Suizid Teil einer Serie von Todesfällen?

Seine Leiche wurde aus einem Fluss geborgen: Bischof Bala
Foto: CNA / Fides
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"Bischof Jean Marie Benoît Bala hat nicht Selbstmord begangen, er wurde brutal ermordet": Das hat Kameruner Bischofskonferenz mitgeteilt. Sein merkwürdiger Tod ist Teil einer Serie von Morden an katholischen Geistliche und Ordensleuten im Land, so die Bischöfe.  

Die Leiche des Bischofs von Bafia wurde am 2. Juni im Fluss Sanaga gefunden. Der Kirchenmann war seit dem Vormittag des 31. März vermisst worden, nachdem sein Fahrzeug auf einer Brücke gefunden worden war. Im Fahrzeug habe sich eine "eigenartige Nachricht" befunden, sowie sein Ausweis und andere persönliche Dinge, heißt es in der Verlautbarung der Bischöfe weiter. 

Zunächst wurde berichtet, der Bischof habe Selbstmord begangen. Die Polizei ließ den Fluss von Tauchern nach der Leiche absuchen. Ein Fischer fand schließlich am 2. Juni die sterblichen Überreste Balas, einige Kilometer flussabwärts der Brücke.

"Derzeit wird die Leiche noch im Rahmen der Ermittlungen von der Gerichtsmedizin untersucht, damit die tatsächliche Todesursache festgestellt und die Täter dieses abscheulichen Verbrechens gefunden werden können", so die Mitteilung laut "Fides". 

Der Mord an Bischof Bala ist nicht der erste seiner Art, so die Bischöfe. "Es ist ein weiterer Mord, einer zuviel", betont die Bischofskonferenz, und erinnert an zahlreiche Todesfälle von Priestern, Ordensschwestern und anderen, die bis in die 1990er Jahre zurückgehen. Die Todesfälle wurden nicht aufgeklärt.

"Wir haben den Eindruck, als ob die Priester in Kamerun ganz besonders von finsteren und diabolischen Kräften verfolgt werden".

Kameruns Bischöfe, berichtet "Fides", fordern weiter "die vollständige Aufklärung der Umstände und Motive des Mordes an Bischof Bala und die Identifizierung der Schuldigen und deren Verurteilung nach dem Gesetz".

Der Staat soll "die höchste Verantwortung für den Schutz des Menschenlebens" übernehmen und Medien und soziale Netzwerke sollen auf die Verbreitung von Lügen verzichten und die Würde der Menschen respektieren. Abschließend appellieren die Bischöfe an die Mörder von Bischof Bala "und bitten um dringende und radikale Umkehr".

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