Blutiger Terror im Advent: Papst betet für Opfer

Papst Franziskus
Foto: CNA/Alan Holdren
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Bei einem Bomben-Anschlag auf die St. Markus-Kathedrale von Kairo sind mindestens 20 koptische Christen getötet worden. Zur Stunde rechnen Behörden mit 25 Todesopfern. Die BBC berichtet, unter den Opfern befänden sich viele Frauen und Kinder. Beim heutigen Angelusgebet gedachte der Papst der Opfer. 

"Da waren Kinder. Was haben die getan, um das zu verdienen? Ich wünschte, ich wäre mit ihnen gestorben, statt nun dies zu sehen", sagte eine Augenzeugin der Associated Press. 

Die christliche Minderheit in Ägypten ist ein häufiges Ziel militanter Islamisten. Präsident Abdul Fattah al-Sisi hat eine dreitägige Staatstrauer verordnet. In einer Stellungnahme verurteilte er den Anschlag. Die Täter müssten gefasst und bestraft werden. 

"Barbarischer Terrorismus wird gegen die Kopten und Muslime des Landes verübt. Ägypten wird aus dieser Situation stärker und vereinter hervorgehen", sagte er.

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Der Anschlag in Kairo war der zweite Terror-Angriff des Wochenendes. Am Samstagabend kamen in Istanbul 35 Menschen ums Leben, nachdem bei einem Fussballstadion zwei Explosionen gezündet wurden. Über 150 Menschen wurden verletzt. Medienberichten zufolge bekannte sich eine kurdische Gruppe zu dem Blutbad. Die Türkei beging heute einen Nationaltrauertag.

Papst Franziskus betet für Opfer von Terror und Krieg

Bei seinem Angelusgebet am heutigen dritten Advent, dem "Gaudete"-Sonntag, bat Papst Franziskus um das Gebet der Gläubigen für die Menschen in Aleppo und ganz Syrien, sowie für alle Betroffenen der Terror-Attacken in der Türkei und Ägypten. 

Es dürfe nicht vergessen werden, dass Städte wie Aleppo aus Menschen bestehen: "Familien, Kinder, Alte, kranke Menschen", so der Heilige Vater. "Leider haben wir uns an Krieg gewöhnt, an Zerstörung, aber wir dürfen nicht vergessen, dass Syrien ein Land voller Geschichte, Kultur und Glauben ist". 

Nur "Tod und Zerstörung" seien die Saat der Gewalt, sagte der Papst mit Blick auf den Terror in der Türkei und Ägypten. Er betete für die Opfer der Terroristen und drückte seine besondere Nähe zu Papst Tawadros II., dem koptischen Patriarch von Alexandrien.

Also praying for the victims of recent terrorist attacks, the Pope said that violence only “sows death and destruction.” He expressed a special closeness to Pope Tawadros II, Patriarch of the Coptic Orthodox Church, and his community. 

Trotz – oder gerade wegen des Terrors segnete, wie immer am dritten Adventsonntag, der Papst zahlreiche Jesuskind-Figuren, welche die Gläubigen mitgebracht hatten.