"Die Welt verändert sich, doch das Kreuz bleibt das gleiche und steht fest"

Karfreitag im Petersdom am 14. April 2017
Foto: CNA/Daniel Ibanez
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Selbst als sündhafte Menschen in einer zunehmend säkularisierten Gesellschaft haben wir Hoffnung. Warum? Weil das Kreuz des Erlösers unverändert dasteht und sich nicht verändert oder bewegt. So der Prediger des Papstes, Pater Raniero Cantalamessa OFM, im Petersdom am Karfreitag.  

Das Kreuz stehe nicht gegen die Welt, sondern für die Welt, predigte der Kapuzinerpater. Das Kreuz "gibt allem Leiden, dass es in der Geschichte der Menschheit gab, gibt und geben wird einen Sinn". 

Pater Cantalamesse predigte bei der Feier der Passion Christi am Karfreitag, die Papst Franziskus im Petersdom feierte. Der Ordensmann ist der Hausprediger des Heiligen Vaters und hat die ganze Fastenzeit über an den Freitagen in dessen Residenz gepredigt, der Casa Santa.

Heute höre man andauernd über Tod und Gewalt, so Cantalamessa in seiner Homilie. "Warum sollten wir dann den Tod eines Mannes gedenken, der vor 2.000 Jahren starb?"

"Der Grund ist, dass dieser Tod für alle Zeiten das Angesicht des Todes selber verändert hat, und ihm eine neue Bedeutung verliehen hat."

Der Kapuzinerpater erinnerte an das berühmte Motto des Ordens der Karthäuser: stat crux dum volvitur orbis – das Kreuz steht, während die Welt sich weiter dreht.

Pater Cantalamessa predigte weiter:

"Das Kreuz verkündet, dass der letzte Sieg nicht dem gehört, der über andere triumphiert sondern dem, der über sich selbst triumphiert; nicht dem, der anderen Leid zufügt, sondern der selber leidet", so Pater Cantalamessa.

Deshalb wiederhole die Liturgie des Karfreitags die Worte des Dichters Venanzio Fortunato: O crux, ave spes unica. Eben nur das Kreuz bringe echte Hoffnung, so der Prediger. 

Hannah Brockhaus trug zu diesem Bericht bei.

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