Ehrung der heiligen Mutter Teresa bei den Vereinten Nationen

Die Konferenz in New York
Foto: (C) Pax Press Agency, SARL, Geneva
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Man findet sie als Heldin in Kindercomics, auf Münzen, in Büchern und Filmen.

Mutter Teresa, eine der wohl größten Gestalten im Dienst der Menschlichkeit des 20. Jahrhunderts.

Die Ordensfrau, die von Gott dazu berufen war, sein Licht in die Slums von Kalkutta zu tragen, wurde am 4. September als Heilige Teresa von Kalkutta heiliggesprochen.

Um diesen Anlass zu würdigen, veranstaltete die Vertretung des Ständigen Beobachters des Heiligen Stuhls am Hauptsitz der Vereinten Nationen in New York eine Konferenz und Ausstellung, die ihren Worten, ihren Werken und ihrem Zeugnis gewidmet war.

Der ständige Vertreter des Heiligen Stuhls bei der U.N. In New York Erzbischof Bernardito Auza sagte: "Ich denke, dass sie der Welt von heute sehr viel zu sagen hat, besonders den Vereinten Nationen. Ihre Heiligsprechung folgte auf das, was wir hier bei der UN als "Nachhaltige Entwicklungsziele" bezeichnen.  Bei denen es letztendlich darum geht, niemanden auszuschließen, niemanden zurückzulassen.  Irgendwie ging es in Mutter Teresas Leben immer darum, niemanden zurückzulassen. Und das passt einfach sehr gut zu dem, was quasi das Hauptthema der letzten 3 Jahre hier bei den Vereinten Nationen war... in den Verhandlungen, bei der Einführung dieser sogenannten Ziele...hier war immer umfassende Zielvorgabe, extreme Armut zu beseitigen."

Als Mutter Teresa von Kalkutta im Oktober 1985 anlässlich des 40. Jubiläums vor der Generalversammlung der Vereinten Nationen sprach, bezeichnete Generalsekretär Javier Perez der Cuellar sie als "mächtigste Frau der Welt". Und er fügte hinzu: "Sie verkörpert die Vereinten Nationen. Sie verkörpert den Frieden in der Welt."

Pater Leo Maasburg, Verfasser des Buches "Mutter Teresa: Die wunderbaren Geschichten", nahm an der Veranstaltung bei den Vereinten Nationen in New York teil. "Ich glaube ihre Worte sind aktueller denn je. Und es ist bestimmt kein Zufall, dass ihre Heiligsprechung ins Jahr der Barmherzigkeit fällt, denn ich glaube, wenn wir die menschliche Güte aus den Augen verlieren, wenn wir nur noch funktional sind, sagen wir "Mechaniker", dann wird das Gewebe der Gesellschaft zerfallen."

Mutter Teresa über die Ärmsten der Armen: "Sie brauchen unsere verständnisvolle Liebe. Sie brauchen unseren Respekt. Sie brauchen es, würdevoll behandelt zu werden."

"Ihre Reden sind auch heute noch von unglaublicher Bedeutung," sagt Alan Sears, Präsident von ADF International, Mitveranstalter der Konferenz in New York, ‘Bei der Veranstaltung wurden heute Passagen ihrer Reden wiedergegeben. Einige sind heute tatsächlich relevanter als damals, als sie sie hielt. Eine der Reden ist von 2004, als sie über die Armut des Westens sprach, über die Armut der Einsamkeit, die Leere und über die Armut, unsere egoistischen Bedürfnisse über die der Ungeborenen, der Unschuldigen und der Hilflosen zu stellen. Angesichts der Situation in der heutigen Welt haben ihre Worte im Grunde genommen mehr Bedeutung, mehr Gewicht als vor 12 Jahren, als sie sie aussprach."

Seit dem 5. September 2013 begeht die Generalversammlung der Vereinten Nationen in Erinnerung an den Todestag Mutter Teresas den Tag der Nächstenliebe.

Dieser Bericht wurde von unserem U.N.-Korrespondenten Christian Peschken, Pax Press Agency in Genf, verfasst.  Der Bericht wird auch bei EWTN – Katholisches Fernsehen zu sehen sein im Rahmen des Magazins 'Vatikano'. Weitere Informationen zu Pax Press Agency unter  www.paxpressagency.com