"Einen zweiten Schritt für Kolumbien", fordert Papst Franziskus auf Rückflug

Papst Franziskus spricht mit Journalisten auf dem Rückflug aus Kolumbien am 10. September 2017
Foto: CNA / Alvaro de Juana
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Nach Abschluss seiner Kolumbienreise hat Papst Franziskus auf dem Rückflug von Cartagena nach Rom wieder einmal Fragen von Journalisten beantwortet - mehrere zum Friedensprozess, der Korruption und Politik in Kolumbien.

Das erklärte Anliegen der Reise war, die Versöhnung und den Frieden dieses vom Bürgerkrieg tief verwundeten lateinamerikanischen Landes zu stärken und die Christen in ihrem Glaubensleben zu ermutigen. Mit Blick auf das Motto dazu - "den ersten Schritt gehen" - sagte der Papst, er wünsche sich, dass nun der zweite genommen werde.

In den Jahrzehnten des Bürgerkriegs habe sich viel Hass, viel Abneigung angehäuft, so der Papst. Er schätze die Bemühungen um einen Waffenstillstand, und mit Gebet und Verständnis müsse den Menschen geholfen werden.  

Eine weiter Frage zu Kolumbien bezog sich auf die Korruption und den Drogenhandel. Darüber habe er oft gesprochen, sagte Franziskus, vor allem über die Frage von Sünde und Korruption. Darüber habe er ein kleines Buch geschrieben, so der Pontifex.

"Wir sind alle Sünder und wir wissen, dass uns der Herr nahe ist. Dass Er nie müde wird, zu verzeihen, aber der Unterschied [ist]: 'Er wird nie müde, zu verzeihen', doch der Sünder wird manchmal ermutigt und bitte um Verzeihung. Das Problem ist, dass die Korrupten müde werden, um Verzeihung zu bitten, und vergessen, wie man zum Verzeihung bittet."

Dies sei ein großes Problem. Er bete dafür.

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