Folter, Mord und IS-Terror: Makabre Horror-Szenarien zu Halloween

(ACHTUNG: Einige der Bilder in dieser Geschichte sind nicht für Kinder geeignet)

Das sind die traditionellen Bilder an Halloween: Kürbisse, Hexen und Dämonen. Seine Wurzeln hat das Fest im Brauchtum, auch in Deutschland – ist aber aus den USA wieder nach Europa als Mode gekommen. Ob es für Christen richtig ist, dieses Fest an Allerheiligen mitzufeiern, wird immer wieder diskutiert.
Foto: CC The-B's, Lumiago, Adrian Scottow – alle via Flickr
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Die Darstellung eines jordanischen Piloten vor seiner Verbrennung, kopfüber gekreuzigte Menschen mit Messern im Hals, Leichen amerikanischer Soldaten mit Flagge des Islamischen Staates (IS) – das sind nur einige der „Verzierungen“, die in amerikanischen Häusern verwendet werden, um Halloween zu feiern.

Diese makabren Motive haben bei den Nachbarn scharfe Kritik und Ablehnung hervorgerufen, die sie als „erschreckend“ und als den Massakern des IS gewogen betrachten.

In der Stadt Butler, im Bundesstaat New Jersey, stellte ein Mann im Vorgarten seines Hauses eine Schaufensterpuppe in einem Käfig auf, die den jordanischen Piloten Muath Al Kasasbeh verkörpert, der von der Terrormiliz Islamischen Staat lebendig verbrannt worden war; eine andere Puppe hängt, in Soldatenkleidung, an einem Galgen; eine dritte trägt eine Maske des Präsidenten Barack Obama und hält eine Machete in Händen.

In Parma, im Bundesstaat Ohio, hat eine Familie den Eingang ihrer Wohnung mit Schaufensterpuppen dekoriert, die Leichen symbolisieren. Mit welcher Absicht? Dass alles so echt wie möglich aussehen soll. Eine der Figuren ist mit dem Kopf nach unten gekreuzigt und einem in den Hals gerammten Messer dargestellt. Eine weitere ist an einen Zaun gepfählt, eine dritte baumelt an einem Baum.

Die Nachbarn haben protestiert, denn ganz in der Nähe dieses Hauses befindet sich eine Grundschule.

„Ich hatte Angst, denn ich dachte, das wären echte Menschen“ sagte eine neunjähriges Mädchen zur lokalen Presse.

Jackie Anselmo, die Mutter des Mädchens, erklärte, sie sei „entsetzt, dass jemand denken könne, es wäre in Ordnung derartige Puppen in der Nähe einer Schule aufzustellen“. Sie fügte hinzu, dass die Darstellungen sehr realistisch wirken würden und sie selbst bei deren Anblick einen Schock bekommen hatte.

Frau Anselmo teilte mit, sie habe die Dekoration fotografiert und die Fotos an die örtlichen Behörden geschickt. Von dort kam die Antwort, dass nichts dagegen unternommen werden könne, weil so gegen das Recht auf freie Meinungsäußerung verstoßen würde.