Im Überblick: Die 4 wichtigsten Meldungen der Woche aus und über die Weltkirche

Kinder in Afrika holen Trinkwasser. Oft müssen meist Kinder und Frauen weite Strecken zurücklegen, um ihre Familien zu versorgen. Foto: pixabay.
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"Kirchenstatistik 2016" veröffentlicht

Zum Ende der vergangenen Woche wurden die Statistiken über die Kirchenmitgliedszahlen veröffentlicht. Laut Statistik gab es 2016 23,5 Millionen Katholiken in Deutschland, die Austritte sind leicht rückläufig (162.000), Taufen leicht gestiegen (171.500), 9000 Eintritte und Wiedereintritte.

Regensburgs Bischof Rudolf Vorderholzer sieht in diesen Zahlen eine fortschreitende Säkularisierung und Verweltlichung, und einen Rückgang an Glaubenssubstanz. Die Zukunft der Kirche liege nicht darin, an den sakramentalen Strukturen der Kirche "herumzumäkeln, die Botschaft des Evangeliums zu verdünnen und eine Light-Version von Jesus zu verkünden". Eine echte Reformation des Glaubens, so der Bischof, erfordere das tägliche Bemühen um Heiligkeit, das tägliche Hören auf Gottes Wort und die Bereitschaft, bei sich selbst anzufangen.

"Erneuerung aus dem Glauben, Wiederherstellung des Bildes Christi, das uns in Taufe und Firmung eingeprägt ist. Wo uns das in der Gnade Gottes geschenkt wird, wo uns das gelingt, da werden wir die Menschen auch unserer Tage wieder neugierig machen auf den Glauben, der uns trägt."

Parolin wirbt für Dialog mit Russland

Von seiner Russlandreise zurückgekehrt, wirbt Kardinal Parolin für einen ehrlichen Dialog mit Russland und ein besseres Verständnis füreinander. Die Trennung in "zwei verschiedene Welten" - Russland und die westliche Welt, die eigene Wertesysteme, Interessen und "eigene Auffassung von internationalem Recht" hätten – dürfe im Sinne eines fruchtbaren Dialogs nicht aufrecht erhalten werden. Vielmehr müsse man sich bemühen, einander zu verstehen, was nicht automatisch bedeutet, die jeweils eigenen Positionen aufzugeben.

Für die Lösung internationaler Konflikte sei ein "geduldiger, konstruktiver, offener und respektvoller Dialog" notwendig und wichtiger als die jeweiligen Einzelinteressen. Dem Vatikan komme bei der Vermittlung eine besondere Rolle zu, da er keine politischen Interessen verfolgt und überparteilich nicht für sich selbst, sondern für Frieden wirbt.

Vatikan für Wasser als Menschenrecht

Der Heilige Stuhl erarbeitet derzeit ein Dokument für den Zugang zu Trinkwasser als Menschenrecht. Um die stockende Umsetzung einer entsprechenden Resolution an der UNO voranzubringen.

Erzbischof Ivan Jurkovic, der Ständige Beobachter des Heiligen Stuhls bei den Vereinten Nationen in Genf und bei der Welthandelsorganisation, äußert sich besorgt zu der humanitären Situation: "Die Zahlen, die die UNO über den verhinderten Zugang zu Wasser gibt, können nicht gleichgültig lassen. Sie sind wirklich dramatisch. Fast 1.000 Kinder pro Tag sterben an Krankheiten, die mit verschmutztem Wasser zu tun haben. 1,8 Milliarden Menschen konsumieren verschmutztes Wasser. Das sind schwerwiegende Daten. Das Ziel, das sich die internationale Gemeinschaft gesetzt hat, ist es, diesen Trend zu bremsen und umzukehren."

Nach der Sommerpause, am 14. September, will der Vatikan durch Kurienkardinal Turkson ein entsprechendes Dokument vorlegen.

Heinrich-Böll-Stiftung führt Listen über Christen

Die politische Stiftung der "Grünen" hat eine Website eingerichtet, auf der sogenannte "Anti-Gender-Networks" "offengelegt" werden sollen. Darunter fallen unter anderem auch als – so wörtlich – "ultrakatholisch" bezeichnete Lebensschutz-Organisationen, die von Papst Franziskus und deutschen Bischöfen unterstützt werden, sowie verschiedene kirchliche Glaubensgemeinschaften und katholische Hilfsprojekte.

Zu den Eintragungen gehört unter anderem auch die Beschreibung einer "antifeministischen Ideologie" namens "Familismus", welche die Familie "als 'Keimzelle der Nation' setzt". 

Die Website der parteinahen Stiftung bezeichnet sich selbst als "Antifeminismuskritisches Online-Lexikon". 

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