Im Überblick: Die 4 wichtigsten Meldungen der Woche aus und über die Weltkirche

Papst Franziskus bei der ersten Generalaudienz nach der Sommerpause. Foto: CNA / Daniel Ibanez
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Vatikan ruft Bevölkerung Venezuelas zu friedlichem Weg auf   ***   Nigerias Christen leiden weiter unter Boko Haram   ***   Papst Franziskus: Christen sollen Licht des Erlösers sein   ***   Vatikan errichtet Strategiebündnis gegen Mafia und Korruption 

Vatikan ruft Bevölkerung Venezuelas zu friedlichem Weg auf

Angesichts der andauernden Unruhen in Venezuela ermutigte Kardinal Pietro Parolin die Bürger des Landes, "einen friedlichen und demokratischen" Weg zu wählen, um die Krise zu überwinden. Gemeinsam mit Papst Franziskus setze er sich für eine friedliche Lösung in Venezuela ein. Der Vatikan habe sich bemüht, "allen zu helfen, ohne Diskriminierung, und ruft eine jede Person auf, seine Verantwortung zu erfüllen".

Die vermittelnde Rolle der Kirche zeigte sich insbesondere vergangenen Freitag, als es Priestern gelungen ist, eine weitere Eskalation zwischen Armee und Bürgern friedlich verhindern.

Nigerias Christen leiden weiter unter Boko Haram

45 Menschen sind vergangene Woche einem Anschlag der Terrormiliz Boko Haram zum Opfer gefallen. Entgegen Äußerungen der nigerianischen Regierung ist das Terrornetzwerk weiterhin aktiv. Die Zahl der Todesopfer beläuft sich nach sieben Jahren des Terrors auf rund 20.000 Menschen.

Bischof Oliver Dashe Doeme aus Maiduguri sieht sein Land in einer Situation des fortdauernden Leides. "Auch wenn das Morden aufhört: das Leid geht weiter." Die Flüchtlingslager, die sich um die Metropole gebildet haben, sind voll von Frauen und Kindern, deren Männern vor ihren Augen – aus Treue zum Christentum  – brutal ermordet wurden. Die Frauen selbst sind Vergewaltigungen, Sklaverei und Zwangsheirat ausgesetzt, während ihre Kinder den Koran lernen müssen.

Papst Franziskus: Christen sollen Licht des Erlösers sein

In der ersten Generalaudienz nach der Sommerpause erinnerte Papst Franziskus die Gläubigen an ihre Berufung, sich auf Christus, das Licht, auszurichten und den Glauben auch in der Finsternis zu bekennen. "Der Osten, der Ort, an dem das erste Licht des Morgens die Nacht durchbricht und die Sonne aufgeht, steht für Christus, 'das aufstrahlende Licht aus der Höhe' (Lk 1,78)."

Christus ist das Licht, das der Christ in der Taufe empfängt – symbolisiert in der Taufkerze, die an der Osterkerze entzündet wird. Er soll es verbreiten, in einer Welt der Trauer, der Verzweiflung, der Dunkelheit und des Hasses. Das Licht bringt die Hoffnung Christi. So wie viele Kirchen geostet sind, sollen auch Christen "geostete" Christusträger sein.

Vatikan errichtet Strategiebündnis gegen Mafia und Korruption

Der Vatikan leitet im Kampf gegen internationale Korruption neue Wege ein. Dies geht aus dem Abschlussbericht des internationalen Forums über Korruption hervor, welches am 15. Juni durch das Dikasterium für den Dienst an der ganzheitlichen Entwicklung des Menschen im Vatikan abgehalten wurde.

Ein neues Strategiebündnis, der "Beirat für Gerechtigkeit" unter Leitung von Kardinal Peter Turkson, soll mafiösen Strukturen konkret entgegenwirken. Dies geschieht zum Beispiel durch gezielte Exkommunikation von katholischen Mafiosi und Korrupten. Zentrale Aspekte des neuen Bündnisses sollen die Sensibilisierung für bestehende Korruption - für "Realitäten auf der Welt, in denen die Korruption selbst das beherrschende soziale System ist" - sowie die Bildung und Erziehung durch "glaubwürdiger Lehrer" sein. "Nicht glaubwürdig ist, wer Allianzen um Privilegien, Ausnahmen, Vorfahrtsstraßen oder auch illegale Wege schmiedet. Wir alle werden irrelevant, schädlich und gefährlich, wenn wir auf diese Weise handeln." heißt es im Dokument. Auf politischer Ebene ist ein "Vorschlag einer politischen Idee" geplant.

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