Kardinal Marx betont Wichtigkeit der Religionsfreiheit in Vietnam

Der Präsident der Vaterländischen Front Vietnams, Nguyen Thien Nhan, im Gespräch mit Kardinal Reinhard Marx.
Foto: © Deutsche Bischofskonferenz / Kopp
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Wie die Deutsche Bischofskonferenz mitteilt, ist ihr Vorsitzender, Kardinal Reinhard Marx, im Rahmen seines Vietnambesuchs mit Vertretern von Parlament und Regierung zusammengetroffen. Das Land ist derzeit bemüht, das Verhältnis von Staat und Religion erstmals auf eine gesetzliche Grundlage zu stellen, meldet die DBK.

Die verschiedenen Gesetzesentwürfe, die im Parlament diskutiert wurden, hätten die Kritik der vietnamesischen Bischöfe hervorgerufen, und seien auch aus Sicht anderer internationaler Einrichtungen unzureichend. So stellten in einigen Bereichen die Entwürfe zwar Verbesserungen für die Religionen in Aussicht. Diese entsprächen aber nicht durchgehend den internationalen Standards zum Schutz von Religionsfreiheit. Diesen hat sich Vietnam verpflichtet.

"Ich bin dankbar, dass wir die Position der Kirche in einem offenen Austausch einbringen konnten", erklärte Kardinal Marx im Anschluss. "Ich habe an internationale Einsichten und an Erfahrungen erinnert, die in Europa hart errungen wurden. Gerade die Religionsfreiheit ist auch für den Transformationsprozess in Vietnam von herausragender Bedeutung", so der Erzbischof von München und Freising.

Kardinal Marx besucht Vietnam vom 9. bis 16. Januar, wie CNA berichtete. Heute steht neben einer Begegnung in der Botschaft der Bundesrepublik Deutschland ein Besuch der Basilika So Kien auf dem Programm, Gedenkort vietnamesischer Märtyrer vom Beginn der Missionierung bis zum 19. Jahrhundert.