"Komme als Pilger des Friedens und der Hoffnung": Papstbotschaft an Kolumbien (mit Video)

Papst Franziskus in seiner Videobotschaft
Foto: Twitter (Screenshot)
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Kurz vor seiner Abreise hat sich der Papst in einer Videobotschaft an alle Kolumbianer gewandt. Er komme als "Pilger der Hoffnung und des Friedens" in das südamerikanische Land, so Franziskus mit Blick auf seine Reise.


"Ich werde als Pilger der Hoffnung und des Friedens kommen, um mit euch den Glauben an unseren Herrn zu feiern und auch, um von eurer Nächstenliebe und Standhaftigkeit auf der Suche nach Frieden und Harmonie zu lernen", erklärte er in der Botschaft.

Nachdem er dem Präsidenten der Republik und den kolumbianischen Bischöfen für die Einladung zum Besuch des Landes gedankt hatte, stellt Franziskus eine Betrachtung zum Motto der Reise an: "Tun wir den ersten Schritt."

Dieses Motto "erinnert uns daran, dass es immer notwendig ist, einen ersten Schritt zu tun. Für jede Aktivität, für jedes Projekt. Auch spornt es uns an, die Ersten zu sein in der Liebe, beim Brückenbauen, beim Bilden von Gemeinschaft. Den ersten Schritt zu tun, ermutigt uns, auf den anderen zuzugehen, die Hand auszustrecken und uns ein Zeichen des Friedens zu schenken."

Der Papst betonte auch den Wunsch des kolumbianischen Volkes nach Frieden: "Schon seit langem ist das, was Kolumbien sucht, der Friede. Und es arbeitet daran, ihn zu erlangen. Einen stabilen, dauerhaften Frieden und dass wir und gegenseitig als Geschwister behandeln und nicht als Feinde."
"Der Frieden erinnert uns daran, dass wir alle Kinder des gleichen Vaters sind, der uns liebt und tröstet", fuhr er fort.
Ebenso sagte der Papst, er "fühle sich geehrt, dieses Land zu besuchen, das so reich an Geschichte, Kultur und Glauben sei; so reich an Männern und Frauen, die hart und beständig gearbeitet haben, damit es ein Ort werde, an dem Harmonie und Geschwisterlichkeit herrschen, an dem das Evangelium gekannt und geliebt wird, an dem "Bruder" oder "Schwester" zu sagen, nichts Seltsames ist, sondern ein echter Schatz, der beschützt und verteidigt werden muss."

"Die Welt von heute braucht Ratgeber des Friedens und des Dialogs" erläuterte er. "Auch die Kirche ist zu dieser Aufgabe berufen, die Versöhnung mit dem Herrn und mit den Brüdern und Schwestern zu fördern und ebenso die Versöhnung mit der Umwelt, die Schöpfung Gottes ist und die wir auf barbarische Weise ausbeuten."

Am Ende drückte der Pontifex den Wunsch aus, dieser Besuch "möge wie eine brüderliche Umarmung für jeden von euch sein, in der wir den Trost und die Zärtlichkeit des Herrn spüren."

"Liebe kolumbianische Brüder und Schwestern, ich will diese Tage mit euch mit frohem Herzen und mit Dankbarkeit gegen den Herrn leben. Ich umarme euch herzlich und bitte den Herrn, dass er euer Land segne und ihm den Frieden schenke. Und ich bitte unsere Mutter, die heilige Jungfrau, dass sie auf euch Acht habe. Bitte vergesst nicht, für mich zu beten". 

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