Krise in Venezuela: Land schließt  Zentrum für Priesterweiterbildung in Rom

Priester des "Colegio Venezolano de Roma".
Foto: Facebookseite der Venezolanischen Bischofskonferenz
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Das Venezolanische Kolleg in Rom, ein Zentrum zur Weiterbildung von Priestern, wird nach einer Entscheidung der Bischöfe des Landes zeitweise seine Türen schließen aufgrund der schweren Finanzkrise, die Venezuela durchlebt.

Das Venezolanische Kolleg wurde 1997 von der venezolanischen Bischofskonferenz (CEV) errichtet, um Priester aus Venezuela aufzunehmen, die ihre Studien weiterführen und "eine Spezialisierung" in den verschiedenen Universitäten und Instituten Roms erlangen wollen.

Bis heute hat das Venezolanische Kolleg in Rom ungefähr 150 Priester aufgenommen. Seine zeitweilige Schließung ist für das Ende des akademischen Jahres 2015-2016 vorgesehen. Es soll erneut öffnen, "wenn die finanzielle Lage in Venezuela wieder günstig" sei.

Wie das Kolleg auf seiner Website mitteilt, haben die Bischöfe die Entscheidung im Januar diesen Jahres, während ihrer letzten Generalversammlung, getroffen. Im März wurde sie den Leitern und Studenten mitgeteilt.

"Die Bischöfe, die in den letzten Jahren einen nicht unerheblichen Aufwand zur Unterstützung des Institutes für Priesterweiterbildung geleistet haben, haben die bedauerliche Unmöglichkeit mitgeteilt, dieses Werk weiter aufrecht zu erhalten" heißt es von Seiten des Institutes.

Die Studenten des Venezolanischen Kollegs, die ihre Studien der Spezialisierung noch nicht beendet haben, werden dies im Spanischen Päpstlichen Kolleg tun können, dank einer Vereinbarung mit der spanischen Bischofskonferenz.

Pater Carlos Boulanger, ehemaliger Rektor des Venezolanischen Kollegs in Rom, erklärte in einer Veröffentlichung in den sozialen Netzwerken am 2. Juli, die von der venezolanischen Bischofskonferenz geteilt wurde, dass die zeitweilige Schließung des Institutes "eine schmerzhafte Entscheidung war, die von der venezolanischen Bischofskonferenz aufgrund einer schweren finanziellen Krise des Landes getroffen wurde, die die den Fortbestand und die Solvenz unseres Kollegs unmöglich machen."

Der Priester dankte den Bischöfen und allen, die im Kolleg mitarbeiteten, aber "vor allem müssen wir Gott danken für all die Priester, die in unserem Haus gewohnt und dazu beigetragen haben, dass die venezolanische Kirche in Rom präsent sei."

"Wir hoffen, dass das Venezolanische Kolleg in Rom in naher Zukunft seine Türen wieder öffnen kann" fügte er hinzu.