Migrationskrise, Integration, Zukunft der EU: Heiße Eisen bei Treffen von DBK und CDU

Das Treffen fand im Katholischen Büro der DBK statt.
Foto: Lumenfidei via Wikimedia (CC BY 3.0)
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Zu einem zweistündigen "Meinungsaustausch" in "einer herzlichen und offenen Atmosphäre", so die Presse-Mitteilung, haben sich am gestrigen Montag Vertreter des CDU-Parteipräsidiums unter Leitung von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit Mitgliedern der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) getroffen, darunter auch der DBK-Vorsitzende, Kardinal Reinhard Marx.

Neben der Migrations- und Flüchtlingskrise sowie der Krise der Europäischen Union sei "der Ausblick auf das Jahr 2017" besprochen worden, sowie "Fragen des gesellschaftlichen Zusammenhalts", hieß es:

"Angesichts der großen Herausforderungen waren sich beide Seiten einig, dass christliche Werte in unserem Land eine zentrale Rolle spielen müssen. Mit Blick auf das Reformationsjahr wurde die Bedeutung der Ökumene betont. Der Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts sowie der Unterstützung und Förderung von Familien komme eine entscheidende Rolle zu."

Mit Blick auf die Massen-Migration nach Deutschland heißt es: Die Integration von "Flüchtlingen mit Bleiberecht" sei "eine der zentralen Aufgaben der kommenden Jahre". Die Vertreter der CDU hätten "den Bischöfen ausdrücklich für das große Engagement der Kirchen in der Flüchtlingshilfe und bei der Integrationsarbeit" gedankt. Die Mitteilung weiter:  "Dabei warben die Vertreter der Bischofskonferenz für eine faire Lastenverteilung in Europa". Die Bischöfe hätten auch einen Familiennachzug gefordert, erklärt das Statement, weil dieser für "eine erfolgreiche Integration" Bedeutung habe.

Die Bekämpfung der Migrations- und Fluchtursachen "insbesondere auf dem afrikanischen Kontinent" bleibe eine dauernde Aufgabe, so die Mitteilung. Die Vertreter der Bischofskonferenz hätten "betont", dass es "ein starkes Signal" sei, dass "die Entwicklung Afrikas einer der Schwerpunkte der diesjährigen G20-Präsidentschaft Deutschlands" sei.

Beide Seiten hätten zudem vereinbart, "den vertrauensvollen Austausch weiter fortzusetzen".

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