Seligsprechungsprozess für "Vater Jacques": Martyrium des Pfarrers soll offiziell werden

Viele nennen ihn einfach "Vater Jacques": Der von Islamisten in seiner Kirche hingerichtete französische Pfarrer Jacques Hamel.
Foto: Erziözese Rouen
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Bereits am vergangenen Gründonnerstag hat der Erzbischof von Rouen, Dominique Lebrun, die offizielle Eröffnung des Seligsprechungsprozesses von Pater Jacques Hamel verkündet. "Vater Jacques" ist der Pfarrer, der am vergangenen 26. Juli von zwei Männern brutal hingerichtet wurde, die sich zum Islamischen Staat (IS) bekannten.

Die Terroristen waren während der Feier der heiligen Messe in die Kirche Saint-Étienne-du-Rouvray eingedrungen. Sie nahmen mehrere Geiseln, ermordeten den Priester und wurden später von der Polizei erschossen.

Der Postulator des Prozesses für "Vater Jacques" ist Pater Paul Vigouroux, Pfarrer von Saint-Jacques-sur-Darnétal und Vikar der Erzdiözese von Rouen.

"Die diözesane Untersuchung ist eröffnet. Die Gläubigen sind aufgerufen, von sich aus ihr Zeugnis einzubringen. Wenn das Ergebnis positiv sein wird, dann wird das Martyrium von Pater Jaques Hamel offiziell nach dem Kriterium der Kirche anerkannt werden: den Tod aufgrund des Glaubens an Jesus Christus erlitten zu haben." – So die Mitteilung der Diözese.

Am Ende der diözesanen Phase wird das Ermittlungsverfahren an die Kongregation für die Selig- und Heiligsprechungsprozesses weitergeleitet werden.

Am vergangenen 14. September hatte Papst Franziskus in der Kirche Santa Marta eine Heilige Messe für Pater Jacques gefeiert, zusammen mit Erzbischof Lebrun und einigen Verwandten des Priesters sowie einer Delegation von Gläubigen aus seiner Pfarrei. Dabei sagte Franziskus bereits in seiner Predigt spontan: "Pater Jacques ist ein Märtyrer."

Der Papst hat ebenfalls bereits eine Dispens gewährt, die den Prozess so schnell möglich machte: Normalerweise kann dies erst fünf Jahre nach dem Tod der betreffenden Person geschehen.   

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