Urbi et Orbi: "Jesus ist ein Hirte, der uns von den Sünden befreit" (Bericht und Video)

Papst Franziskus am Ostersonntag, 16. April 2017.
Foto: CNA/Lucia Ballester
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Ostern, das Fest des auferstandenen Herrn: Papst Franziskus hat am heutigen Ostersonntag diesen Kern der Botschaft und seine Rolle als Friedensfest in einer alles anders als friedlichen Welt betont. Danach spendete er den traditionellen Segen Urbi et Orbi – der Stadt und des Weltkreises.

Neben der Rolle von Ostern als Friedensfest unterstrich Franziskus auch die Rolle des Auferstandenen als Hirten, der sich kümmert; und zwar "um alle, die Opfer alter und neuer Sklavereien sind: unmenschliche Arbeiten, widerrechtliche Geschäfte, Ausbeutung und Diskriminierung, schwere Abhängigkeiten".

Die Auferstehung des Hirten, der befreit

Franziskus erinnerte in seiner Predigt daran, dass das alte Paschafest der Juden, das Gedächtnis der Befreiung des Volkes der Hebräer aus der Knechtschaft, im christlichen Osterfest zu seiner Vollendung gelange: Der Befreiung von der Sünde. 

"Wir alle verlieren, wenn wir uns von der Sünde beherrschen lassen, den rechten Weg und irren wie verlorene Schafe umher. Doch Gott selbst, unser Hirt, ist gekommen, um uns zu suchen; und um uns zu retten, hat er sich erniedrigt bis zur Demütigung des Kreuzes. Und so können wir heute ausrufen: »Auferstanden ist der Gute Hirt. Er gab sein Leben für die Schafe. Er ist für seine Herde gestorben. Halleluja« (Römisches Messbuch, IV. Sonntag der Osterzeit, Kommunionvers).

Jesus werde – "durch die Zeiten hindurch" – nicht müde, seine Schafe zu suchen, "seine Brüder und Schwestern, die sich in den Wüsten der Welt verirrt haben".

Terror, Unterdrückung, Krieg

Dieser befreiende Hirte, so Franziskus weiter, mache sich zum Weggefährten auch all derer, "die gezwungen sind, aufgrund bewaffneter Konflikte, terroristischer Angriffe, Hungersnöte oder unterdrückerischer Regime die eigene Heimat zu verlassen". 

Dabei nannte der Papst auch die besonders schlimm betroffenen Regionen unserer Zeit – eine Art Weltreise durch die Konfliktzonen der Gegenwart, die Jesus Christus so dringend bräuchten.

Er bete, so der Pontifex in seiner Osterbotschaft, dass in diesen Zeiten Jesus die Bemühungen aller begleite, "die sich aktiv dafür einsetzen, Entlastung und Ermutigung der zivilen Bevölkerung in Syrien, dem geliebten und gepeinigten Syrien, zu bringen, die Opfer eines Krieges ist, der nicht aufhört, Schrecken und Tod zu verbreiten."

Weiter nannte der Papst "den ganzen Nahen Osten", darunter das Heilige Land, der Irak, Jemen, sowie Süd-Sudan, Sudan, Somalia und die Demokratische Republik Kongo; aber auch Lateinamerika und die Ukraine. Zum Abschluss sagte der Papst: 

Liebe Brüder und Schwestern, in diesem Jahr feiern wir als Christen aller Konfessionen gemeinsam das Osterfest. So erschallt mit einer Stimme und an jedem Ort der Erde der schönste Ruf: "Der Herr ist wirklich auferstanden, wie er gesagt hat!" Er, der die Finsternis der Sünde und des Todes besiegt hat, gebe unseren Tagen den Frieden. Frohe Ostern!

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