Venezuela im Herzen von Papst Franziskus: "Ich bete für Euch"

Flagge Venezuelas
Foto: Flickr / Anyul Rivas (CC BY-2.0)
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An die verheerende Lage Venezuelas hat Papst Franziskus erneut am gestrigen Sonntag nach dem Angelusgebet vom Fenster des Apostolischen Palastes aus erinnert. Er bete für das gesamte Land, sagte der argentinische Pontifex – am Tag der Volksabstimmung über die Verfassungsreform der Regierung Nicolas Maduros.

"Einen besonderen Gruß richte ich an die katholische venezolanische Gemeinde und erneuere mein Gebet für euer geliebtes Land", so der Papst.

Das Referendum, bei dem alle Venezolaner zum Bekunden ihrer Meinung eingeladen waren, bestand aus drei Fragen. In der ersten wurde gefragt, ob die Person die Umsetzung einer von Maduro vorgeschlagenen verfassungsgebenden Versammlung "ohne die Zustimmung des venezolanischen Volkes" ablehnt, die am 30. Juli ihren Anfang nehmen soll.

Als Zweites wurde gefragt, ob der Abstimmende "verlangt, dass die Streitkräfte und alle Beamten des Landes der Verfassung 1999 gehorchen und sie verteidigen, sowie die Nationalversammlung unterstützen sollen."

Die dritte Frage lautete: "Befürworten Sie die Erneuerung der Staatsgewalt in Übereinstimmung mit dem, was die Verfassung vorschreibt, und die Durchführung freier und transparenter Wahlen, sowie die Bildung einer Regierung der nationalen Einheit, um die Verfassungsordnung wiederherzustellen?"

Gestern hatte der Erzbischof von Caracas, Kardinal Jorge Urosa Savino, einen besonderen Aufruf gestartet, dieser Sonntag der von der Opposition einberufenen Volksabstimmung möge in einem Klima frei von jeglicher Gewalt stattfinden.

Kardinal Urosa erklärte, an diesem 16, Juli, dem Tag Unserer Lieben Frau vom Berge Karmel, werde "im ganzen Land ein von den Leadern der Opposition einberufenes Referendum zur Nationalversammlung durchgeführt"; ein Referendum, das "absolut legitim ist, wie wir Bischöfe Venezuelas bekräftigen."

Seit Monaten durchlebt Venezuela eine kritische Situation. Zum Mangel an Nahrungsmitteln und anderen grundlegenden Produkten, wie Medikamenten, kommt die Unterdrückung, die die Regierung Maduros auf den Straßen gegen jene ausübt, die gegen die herrschenden Zustände protestieren.

Bereits 94 Menschen sind Opfer der militärischen Streitkräfte und der Polizei geworden.

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