Walburgafest: Bischof Hanke spricht über Berufung und die Unersetzbarkeit des Einzelnen

Bischof Gregor Maria Hanke OSB
Foto: PDE/Christian Klenk
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Individuelle Berufung und die Unersetzbarkeit des Einzelnen im Zeitalter von "Gender" und Kloning: Das waren die Themen in der Predigt des Eichstätter Bischofs Gregor Maria Hanke am Walburgafest. Beim Pontifikalamt in der Abtei- und Wallfahrtskirche St. Walburg betonte er, dass jedem von Gott eine spezielle Berufung für das Leben zugedacht worden sei.

Die Unterschiedlichkeit der Geschwister Willibald, Walburga und Wunibald zeige, dass Gott ein großartiger Komponist sei, der mit der Stimme eines jeden eine wunderbare Partitur schreibe.
Am Gedenktag der Bistumspatronin Walburga zeige sich die Unersetzbarkeit jedes Einzelnen, denn auch die drei Geschwister hatten einen unterschiedlichen Berufungsweg. Am Grab der heiligen Walburga werde deutlich, dass Gott nicht die Eintönigkeit liebe, sondern die Vielstimmigkeit.

In der heutigen Zeit sei die Individualität des Einzelnen gefährdet, sagte Bischof Hanke.

"Dem mentalen Klonen folgt das biologische Klonen des Menschen. Die geschlechtliche Identität wird als fließend und austauschbar erklärt". Bischof Hanke betonte, dass Gott jeden brauche:

"Gott ist ergriffen, weil er mich braucht, heute, morgen, an meinem Arbeitsplatz, in der Familie, selbst im Krankenbett. Gott braucht mich in seiner großen Partitur."

Zum Gedenken an seine Bistumspatronin feiert das Bistum Eichstätt am 25. Februar, dem Todestag der Heiligen, das Walburgafest. Der Tag ist in der Benediktinerinnenabtei St. Walburg ein Tag der Begegnung. Neben verschiedenen Gottesdiensten besuchen die Gläubigen auch die Gruftkapelle der Abtei mit der Grabstätte der heiligen Walburga. Viele nehmen an der Pforte das Walburgisöl mit – Wasser, das sich am Grab der Heiligen sammelt, und dem eine heilende Wirkung zugeschrieben wird.

Die aus Südengland stammende Walburga ist die Schwester des ersten Bischofs von Eichstätt, des heiligen Willibald. Sie kam im 8. Jahrhundert nach Germanien. Nach dem Tod ihres Bruders Wunibald übernahm sie die Leitung des familieneigenen Klosters und errichtete ein zusätzliches Frauenkloster. Als Äbtissin stand sie an der Spitze des Doppelklosters. Der Überlieferung nach starb Walburga am 25. Februar 779. Ihr Gedenktag ist daher der 25. Februar. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.abtei-st-walburg.de.

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