Warum Christen das Licht des Erlösers bekennen und bringen: Franziskus

Papst Franziskus umarmt eine Frau bei der Generalaudienz am 2. August 2017.
Foto: CNA / Daniel Ibanez
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Zur ersten Generalaudienz nach der Sommerpause hat Papst Franziskus darüber gesprochen, dass ein jeder Christ berufen ist, seinen Glauben zu bekennen. Während der Pontifex behinderte Gläubige begrüßte, sang Andrea Bocelli mit einem Chor aus Tahiti in der Audienzhalle.

"Der Osten, der Ort, an dem das erste Licht des Morgens die Nacht durchbricht und die Sonne aufgeht, steht für Christus, 'das aufstrahlende Licht aus der Höhe' (Lk 1,78)", sagte der Pontifex den Pilgern. 

So wie viele Kirchen nach Osten gerichtet sind, so wandte sich früher der Taufkandidat nach Osten, wenn er vor dem Empfang der Taufe den Glauben dreimal bekannte, fuhr Franziskus fort.

"Diese alte Symbolik macht deutlich: Christ sein heißt auf Christus, das Licht, ausgerichtet sein und den Glauben bekennen, selbst wenn uns Finsternis umgibt. Durch die Gnade Christi, die wir in der Taufe empfangen haben, sind wir 'geostete' Männer und Frauen: Wir glauben an den dreifaltigen Gott, der unser Licht ist und zum Heil der Menschheit und der Welt am Werk ist. Das ist die Hoffnung, die uns jeden Morgen aufstehen lässt."

Bei der Taufe gebe es noch ein weiteres Lichtsymbol, so der Papst weiter: die Taufkerze, die an der Osterkerze entzündet wird. "Das österliche Licht ist ein Zeichen für die Ausbreitung der Auferstehung Christi im Leben der Christen. Das Leben der Kirche bedeutet, vom Licht angesteckt zu werden". Durch die Taufe sind Christen Kinder Gottes, erinnerte Franziskus. Daran sollten sich die Christen immer gegenseitig erinnern: Ein Christ sei wirklich ein "Christusträger" in der Welt, wenn er in Situationen der Trauer, der Verzweiflung, der Dunkelheit und des Hasses das Licht und die Hoffnung Christi bringt.

Für die Pilger deutscher Sprache hatte der Papst eine eigene Botschaft: 

"In der Kirche hat uns Christus durch die Taufe sein Licht anvertraut. Wenn wir treu zu Christus stehen, ihn vor der Welt bekennen und das Gute tun trotz dem Dunkel des Bösen, dann können wir das Licht der Hoffnung Gottes verbreiten. Dazu schenke uns der Heilige Geist seine Gnade."

Darbietung der "Stimmen Haitis"

Andrea Bocelli begleitete den Kinderchor "Voices of Haiti", der aus sechzig Jugendlichen besteht, die Bocelli von der karibischen Insel persönlich auswählte.

Der blinde Star sang Schuberts Ave Maria, während der Papst Menschen mit Behinderungen begrüßte. 

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