Afrikanische Ortskirchen streben finanzielle Unabhängigkeit an

St Paul, Domkirche des Erzbistums Abidjan (Elfenbeinküste).
Foto: Zenman / Wikimedia (CC BY-SA 3.0)

Um die eigene finanzielle Unabhängigkeit zu erlangen, bringen Kirchen in Afrika konkrete Initiativen, Spendenaktionen, einkommensschaffender Aktivitäten und Großprojekte auf den Weg.

„Die Kirche in Afrika will aus ihrer Prekarität herauskommen. Sie will keine finanziell unterstützte Kirche mehr sein“ so der ivorische Priester Pater Donald Zagore von der Gesellschaft der Afrikamissionare. „Doch welche kirchliche finanzielle Autonomie kann es auf einem wirtschaftlich isolierten Kontinent geben? Kann die Kirche in Afrika dort erfolgreich sein, wo afrikanische Staaten versagt haben?“

„Die wirtschaftliche Situation unserer Länder ist leider zunehmend katastrophal“, so der Missionar laut einer Meldung des Presseorgans der Päpstlichen Missionswerke. „Die Wirtschaft stagniert, die Armut nimmt zu. Die soziale Unzufriedenheit in einigen Ländern des Kontinents ist fast auf ihrem Höhepunkt, da die Lebenshaltung mit immer höheren Preisen immer teurer wird“.

„Die Grundlagen für ein würdiges Leben, Zugang zu Wasser, Strom, Gesundheit, Bildung und Beschäftigung sind oft prekäre“, so der Missionar abschließend, „Rund 60 Jahre nach der politischen Unabhängigkeit ist die wirtschaftliche Unabhängigkeit bei weitem keine Realität. Die Ressourcen des Kontinents werden weiterhin von ausländischen multinationalen Unternehmen geplündert. Armut prägt den Alltag der afrikanischen Bevölkerung. Wird die Kirche in einem solchen Kontext die Herausforderung der finanziellen Autonomie bewältigen können? Wenn die Kirche in Afrika diese Herausforderung annimmt, kann sie den afrikanischen Staaten eine großartige Lektion erteilen und würde wahrscheinlich auch zur Verbesserung der Lebensbedingungen der afrikanischen Bevölkerung beitragen können."

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