Ägyptens Präsident feiert Weihnachten mit koptischen Christen, ruft zu Einheit auf

Die neue Kathedrale in Kairo beim Besuch von US-Außenminister Mike Pompeo am 10. Januar 2019
Foto: US Außenministerium (CC0)
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Ägyptens Präsident Abdel Fatah El-Sisi hat am 6. Januar mit den Kopten der Nation Weihnachten gefeiert und zur Einheit aufgerufen. 

Mit Blick auf die Lage im eigenen Land, aber auch die Spannungen und Konflikte im Nahen Osten wies al-Sisi auch darauf hin, dass Ägypten in verheerende Krisen hineingezogen zu werden könnte, wie dies bereits anderen Nationen in der Region passiert ist. "Aber solange wir uns einig sind", fügte der ägyptische Präsident hinzu, "kann uns niemand in solche Situationen hineinziehen."

In der neuen Kathedrale – die der Geburt Jesu Christi gewidmet ist – sprach das Staatsoberhaupt vor dem Patriarchen Tawadros und den vesammelten Bischöfen, Priestern, Ordensleuten und Gläubigen, berichtet die Agentur "Fides". 

Auch Vertreter der sunnitischen Al Azhar-Universität von und zahlreiche Regierungsvertreter, darunter auch  Premier Mostafa Madbouly, nahmen an der koptisch-orthodoxen Christmette teil.

Die neue Kathedrale steht in der ebenfalls neu geplanten Verwaltungshauptstadt – die noch keinen eigenen Namen trägt – rund 45 Kilometer außerhalb Kairos. Ägyptische Medien bezeichneten das vergangenes Jahr offiziell eingeweihte Gotteshaus als "größte Kirche im Nahen Osten". Die architektonische Gestaltung des Doms getreu der koptischen Tradition möchte an die Arche Noah erinnern und damit das Bild der Kirche als "Boot" der Erlösung darstellen, das durch die Strapazen der irdischen Geschichte zum himmlischen Ziel des Paradieses segelt.

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