Bayer zahlt 1,6 Milliarden US-Dollar aus nach Klagen gegen Verhütungsspirale

Bayer Leverkusen
Foto: Bayer AG

Der Pharmakonzern Bayer hat sich auf eine Abfindungszahlung in Höhe von 1,6 Milliarden US-Dollar (rund 1,36 Milliarden Euro) für Frauen geeinigt, die durch sein inzwischen eingestelltes Sterilisationsgerät "Essure" körperlich verletzt wurden.

Das berichtet die "Catholic News Agency", die englischsprachige Schwesteragentur von CNA Deutsch.  

Bei "Essure" handelt es sich um eine Spirale, die zur dauerhaften "Empfängnisverhütung" dienen sollte. Zehntausende Frauen klagten jedoch über Verletzungen und andere Leiden infolge deren Verwendung. 

Die Spirale wurde zwischen 2017 und 2018 erst aus den europäischen Märkten und dann auch vom US-Markt genommen.

Dennoch behauptet der deutsche Pharma-Konzern in einer Stellungnahme, "Frauen, die Essure für ihre Empfängnisverhütung nutzen, können sich weiterhin auf dieses Medizinprodukt verlassen und sollten mit ihren Ärzten sprechen, sofern sie Fragen oder Anliegen haben". 

Beim nun erzielten Vergeich geht es um "sämtliche Gerichtsbarkeiten mit einer erheblichen Anzahl von Essure-Fällen" in den USA, so Bayer. 

Auch in anderen Ländern haben Frauen geklagt: Es seien noch Rechtsstreitigkeiten anhängig, in welcher Größenordnung, wurde nicht mitgeteilt, berichtete die "ÄrzteZeitung".

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