#BetenfürEcuador: Körper der beim Erdbeben gestorbenen Ordensschwestern geborgen

Schwester Clare Crockett und Kandidatin Jazmina.
Foto: Hogar de la Madre

Einwohner von Playa Pietra – circa 200 Kilometer von Guayaquil entfernt – haben die Leichen der Mitglieder des Ordens Siervas del Hogar de la Madre geborgen, die beim Erdbeben ums Leben kamen, das die Küste Ecuadors Samstag Nacht heimgesucht hatte.

Laut Angaben der Gemeinschaft blieben eine Schwester, vier Kandidatinnen und eine junge Bewohnerin unter den Trümmern des Ordenshauses und der Schule, die die Schwestern in dieser Region leiten, verschüttet.

Die Bevölkerung barg die Leiche von Schwester Clare Crockett, einer 33-jährigen Ordensfrau irischer Abstammung, der ecuadorianischen Kandidatinnen Jazmina, Mayra, María Augusta und Valeria, sowie der erst 21-jährigen Catalina, die im Haus wohnte.

Die Ordensleute bewohnten den vierten Stock der Schule Sagrada Familia, die sie in Playa Pietra, in der Provinz Manabì, leiten. In den vergangenen Wochen litten sie unter den verheerenden Auswirkungen der Überschwemmungen, von denen die Region betroffen war und die die Substanz des Gebäudes geschädigt hatten.

Das Erdbeben der Stärke 7,8 verursachte den Einsturz des Hauses und den Ordensangehörigen gelang es nicht, den Ort noch rechtzeitig zu verlassen. Fünf Frauen – 3 Schwestern der Gemeinschaft und 2 Kandidatinnen -  wurden während des Erdbebens lebend gerettet. Sie wurden mit Brüchen und Verletzungen unterschiedlichen Schweregrades nach Guayaquil evakuiert.

Die Einwohner organisierten sich, um die Vermissten zu suchen und fanden Jazmina noch lebend. Sie starb jedoch bald danach aufgrund der Schwere ihrer Verletzungen.

Die Siervas teilten mit, dass ihr Gründer, der spanische Priester Rafael Alonso Reymundo, zusammen mit anderen Mitgliedern des Ordens, nach Ecuador reisen werde, um der Beerdigung vorzustehen.

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Pater José Xavier Martins, Pfarrer der Pfarrei unsere Liebe Frau von Loreto in Guayaquil, sagte zu ACI Prensa, dass die Schwestern seit 8 Jahren in der Schule wirkten und gerade den Beginn des neuen Schuljahres vorbereiteten. Sie hatten mehr als 500 Schüler.

"Alles ist eingestürzt. Jetzt brauchen wir viel finanzielle Hilfe jeglicher Art. Wir danken allen, die viele Stunden lang gearbeitet haben, um uns bei der Bergung zu unterstützen. Zahlreiche Menschen sind gekommen und haben alles gegeben, um uns zu helfen", teilte er mit.

Die Website der Gemeinschaften des Hogar de la Madre nimmt Spenden entgegen: https://www.hogardelamadre.org/es/quienes-somos/ayudanos

Das Erdbeben am Samstag, den 16. April, hat mindestens 272 Todesopfer und mehr als 2.572 Verletzte gefordert, sowie erhebliche Sachschäden verursacht. Wie die Behörde für Risikomanagement am Sonntag mitteilte, handelt es sich um das stärkste registrierte Erdbeben in Ecuador seit 1979.