Bischof Bätzing würdigt den verstorbenen Theologen Eberhard Schockenhoff

Trauerkerzen
Foto: blickpixel / Pixabay (CC0)

Mit Trauer und Anteilnahme hat Bischof Georg Bätzing von Limburg auf den Tod von Eberhard Schockenhoff reagiert. Der Priester und profilierte Professor für Moraltheologie war Medienberichten zufolge am gestrigen Samstag im Alter von 67 Jahren an den Folgen eines Unfalls gestorben. 

Bischof Bätzing lobte die "visionäre Kraft in seinem theologischen Forschen und Reden ebenso wie seine bemerkenswerte analytische Brillanz". Der Priester habe eine zeitgerechte Sexualmoral entwickelt, so der Vorsitzende der deutschen Bischofskonferenz laut dem Portal "katholisch.de".

Der Ministerpräsident Baden-Württembergs und Grünen-Politiker Winfried Kretschmann sagte laut einem Bericht des "SWR", Schockenhoff habe "visionäre Ideen" etwa zur katholischen Sexualmoral und Friedensethik gehabt. 

Schockenhoff hatte im März 2019 gegenüber deutschen Bischöfen der Katholischen Kirche eine "vergiftete Sicht der Sexualität" vorgeworfen. Zudem forderte er eine Änderung der Sexualmoral der Kirche und ihrer Lehre zu "Verhütungsmitteln, Sex vor der Ehe und Homosexualität", so die Webseite "Kirche und Leben".

Schockenhoff, gebürtig aus Stuttgart, war 1978 in Rom zum Priester geweiht worden und unter anderem Assistent von Kardinal Walter Kasper. Seit 1994 war der Geistliche als Professor für Moraltheologie in Freiburg tätig, und saß unter anderem acht Jahre lang als Mitglied im Deutschen Ethikrat.

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