Bistum Aachen: Verdacht auf Missbrauch gegen Priester

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Im Bistum Aachen wurde am Montag ein 55-Jähriger Priester "bis auf Weiteres" von seinem priesterlichen Dienst suspendiert. Wie das Bischöfliche Generalvikariat mitteilte, hat die Staatsanwaltschaft Aachen Anklage gegen den Geistlichen erhoben. Ihm wird vorgeworfen, im Jahr 2003 in zwei Fällen sexuelle Handlungen an Minderjährigen vorgenommen zu haben. Margherita Onorato-Simonis, Leiterin der Hauptabteilung Pastoralpersonal, wird mit den Worten zitiert:

"Wir sind erschrocken über die Vorwürfe, die die Staatsanwaltschaft in ihrer Anklageschrift erhebt. Unser Mitgefühl gilt den Betroffenen. Hinweisen in den vergangenen Jahren auf ein grenzwertiges Nähe-Distanz-Verhalten, das nicht auf sexualisierte Gewalt schließen ließ, sind die damaligen Personalverantwortlichen mit Personalgesprächen und konkreten Verhaltensauflagen gemäß der Präventionsordnung begegnet."

Wie das Magazin "Der Spiegel" berichtet, soll es sich beim Opfer um einen damals 12-jährigen Ministranten handeln, der vergangenes Jahr Anzeige erstattete. Nach Informationen der "Bild"-Zeitung sollen die Taten im Raum Jülich verübt worden sein.

Der Priester wurde nach Zustellung der Anklageschrift zu einem Gespräch ins Bischöfliche Generalvikariat einbestellt und bis auf Weiteres von seinen priesterlichen Ämtern freigestellt. Bis zum Abschluss des Gerichtsverfahrens gelte die Unschuldsvermutung, schreibt das Bistum. Margherita Onorato-Simonis betont: "Wir haben höchstes Interesse an einer lückenlosen Aufklärung der konkreten, neuen Erkenntnisse und sagen der Staatsanwaltschaft Aachen unsere vorbehaltlose Zusammenarbeit zu."

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