Das Heilige Land darf nicht zu einem "Museum" werden, warnt Großmeister der Grabesritter

Kardinal Edwin O'Brien bei einer Presse-Konferenz im Vatikan am 7. November 2018
Foto: Daniel Ibanez / CNA Deutsch
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Kardinal Edwin O'Brien, Großmeister des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem, hat sich dafür ausgesprochen, Christen zu helfen, in ihrer Heimat im Heiligen Land zu bleiben.

In einem Interview mit EWTN vor der Generalversammlung des Ritterordens sagte der Kardinalgroßmeister wörtlich: 

"Wir wollen nicht, dass das Heilige Land ein Museum wird".

Sein Orden bemühe sich darum, gute Bildungsmöglichkeiten vor Ort zu schaffen, um einen Beitrag zur Stabilisierung zu leisten.

Dadurch werde jungen Menschen im Heiligen Land die Grundlage für eine bessere Zukunft gegeben, und ein Beitrag zum interreligiösen Dialog und zur Harmonie geleistet: Sowohl Christen als auch Muslime besuchen die vom Orden finanzierten Schulen.

Die Grabesritter steuern rund 80 Prozent des gesamten Betriebsbudgets des Lateinischen Patriarchats von Jerusalem bei und unterstützen rund 68 Pfarreien, 44 Schulen und 90.000 Christen in Jordanien, Palästina, Israel und Zypern.

Koordiniert wird diese Hilfe durch das Leitungsgremium des Ordens.

"Die effektive Rolle, die wir spielen, ist im Dialog", betonte der Kardinalgroßmeister gegenüber EWTN, "aber vor allem in der Bildung, denn für viele [Christen im Heiligen Land] gibt es keine wirklich soliden Bildungsmöglichkeiten." Der Orden bietet Bildung für Christen "egal, was sie tun können, um zu bezahlen", so O'Brien.

Die Mitglieder des Ordens "sind entschlossen, alles Notwendige zu tun, um die pastoralen, erzieherischen und humanitären Bedürfnisse von Christen und anderen in Palästina, im Westjordanland, Jordanien und Israel zu fördern", sagte er.

"Die Menschen sind auf die Hilfe angewiesen, die sie von uns erhalten".

Die "Consulta", wie die Generalversammlung heißt, die nächste Woche einberufen wird, findet alle fünf Jahre statt und versammelt Statthalter und Delegierte unter den rund 30.000 Ritter und Damen des Ordens, um über zukünftige Projekte und die Mission des Ordens zu diskutieren.

Die Mitglieder kommen aus 40 Ländern und engagieren sich geistlich und finanziell für die Unterstützung der Kirche im Heiligen Land, insbesondere des Lateinischen Patriarchats von Jerusalem.

Übersetzt aus dem englischen Original von AC Wimmer.

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