Das Jahr Johannes Pauls II: Die enge Verbindung mit dem “Circolo di San Pietro”

MItglieder des Circolo di San Pietro bei der Heiligsprechung Johannes Pauls II.
Foto: CIrcolo di San Pietro

Der Verein Circolo San Pietro wurde 1869 gegründet. Junge Männer aus dem Bürger- und Adelsstand wollten durch konkrete Taten ihre Treue zur Kirche und ihre Verbundenheit mit dem Papst bezeugen.

Der Circolo widmete sich von Anfang an vor allem dem Dienst an den Armen und Bedürftigen. Zu seinen Zielen gehört auch die spirituelle Formung der Mitglieder, die Förderung des christlichen Lebens in der Gesellschaft und das Apostolat in verschiedenen Bereichen des sozialen Lebens. Das Motto des Vereins lautet "Gebet, Tat, Opfer". Die Päpste Benedikt XV., Pius XI., Pius XII. und Paul VI. waren Mitglieder der Circolo di San Pietro, bevor sie Päpste wurden.

Am 28. April 1994, zum 125- jährigen Bestehen, dankte Papst Johannes Paul II. dem Verein, "der Dank einer Initiative junger Männer entstanden ist, die meinem Vorgänger Pius IX. in einer nicht einfachen Zeit für das Papsttum und das römische Volk ihre Verbundenheit bezeugen wollten."

Bei dieser Gelegenheit erläuterte Johannes Paul II. die Bedeutung des Vereins: "Ein charakteristisches und besonderes Merkmal des Circolo San Pietro ist die vollständige Verfügbarkeit für die Kirche, das Lehramt und die Person des Papstes. Euer Verein war auch immer als Werkzeug der Nächstenliebe des Nachfolgers Petri bekannt, gleichsam "sein Arm", der sich nach den Bedürftigen der Ewigen Stadt ausstreckte. Die Nächstenliebe hat Eure Existenz immer begleitet und charakterisiert; eine Nächstenliebe die weder reine Bereitstellung von Sozialleistungen noch Philanthropismus ist, sondern Liebe zu Gott und zum Nächsten, die immer nach neuen Wegen sucht, um überall hin den Trost wirksamer Solidarität zu bringen."

Eine der Aufgaben des Circolo di San Pietro ist auch die Sammlung des Peterspfennigs (Obolo di San Pietro), mit dem apostolische und karitative Tätigkeiten des Pastes durchgeführt werden.

Johannes Paul II. erklärte, in dieser Geste scheine sich das zu wiederholen, was man in der Apostelgeschichte liest, als die Gläubigen ihren Besitz verkauften und den Aposteln zu Füßen legten, die dann jedem so viel davon zuteilten, wie er nötig hatte (vgl. Apg 2,45; 4,35).

"Der Peterspfennig ist für die Werke der Nächstenliebe des Papstes; ihm wird so die Möglichkeit gegeben, den zahlreichen Bedürftigen, die an die Tür des Apostolischen Stuhls klopfen, zu helfen. Vielen Dank für Eure wertvolle Zusammenarbeit."

Eine weitere Aufgabe des Circolo ist der Dienst während der Feierlichkeiten im Petersdom, der ihm vorbehalten ist als "Anerkennung Eurer Loyalität gegenüber dem Apostolischen Stuhl: aber es muss auch betont werden, dass jedem, der aus Liebe zu Gott Gutes tut, ein besonderer Platz im Haus des Herrn gebührt."

Die Verbundenheit zwischen dem Circolo und dem polnische Papst war so stark, dass der Verein das Haus für die Familien nach ihm benannt hat, in dem die Eltern der Kinder, die im Krankenhaus Bambino Gesu behandelt werden, Aufnahme finden.

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