Der Papst erklärt: Die Gebote konkret leben ist Herausforderung des Christen

Jeder Katholik sollte sich einen geistlichen Begleiter suchen, ermutigt Franziskus

Papst Franziskus bei der Generalaudienz auf dem Petersplatz am 31. Januar 2018
Foto: CNA / Daniel Ibanez
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Während der morgendlichen heiligen Messe am 7. Januar hat Papst Franziskus die Christen ermutigt, nicht nur zu reden, sondern nach dem Beispiel Jesu die Gebote auf konkrete Weise zu leben.

"Glauben, dass der Sohn Gottes Fleisch geworden ist, einer von uns geworden ist. Das ist der Glaube in Jesus Christus: Ein konkreter Jesus, ein konkreter Gott, der im Schoß Mariens empfangen wurde, der in Bethlehem geboren wurde, der als Kind herangewachsen ist, der nach Ägypten geflohen ist, der nach Nazareth zurückgekehrt ist, der von seinem Vater gelernt hat, zu lesen, zu arbeiten, immer weiter zu machen und dann seine Predigten.... konkret: Ein konkreter Mensch, ein Mensch, der Gott ist, aber der auch Mensch ist. Er ist kein als Mensch verkleideter Gott. Nein. Er ist Mensch, Gott der Mensch wurde. Das Fleisch Christi. Das ist das Konkret werden des ersten Gebotes", sagte der Papst. 

Danach erklärte der Pontifex, dass auch das zweite Gebot konkret ist. "Liebe, einander lieben, konkrete Liebe, keine Fantasie-Liebe: "Ich liebe dich, ich liebe dich so sehr", und dann, mit meiner Zunge, durch Gerede, zerstöre ich dich. Nein, nein, nein. Konkrete Liebe, Das heißt, die Gebote Gottes sind Konkretisierung und das Kriterium des Christentums ist die Konkretisierung, nicht die Ideen und die schönen Worte. Konkretheit. Und das ist die Herausforderung", versicherte Franziskus. 

In Bezug auf den Apostel Johannes, einen "leidenschaftlicher Liebhaber der Menschwerdung Gottes", betonte der Papst, dass das Leben des Christen die Konkretion des Glaubens an Jesus Christus und an die Liebe sei, aber es sei auch ein Kampf, weil es immer falsche Ideen oder Propheten gebe, die einen "sanften", Christus vorschlagen, ohne Fleisch, und eine Nächstenliebe, die relativ ist..."Die sind auf meiner Seite, die da nicht", erläuterte er.

Deshalb lud Franziskus dazu ein, sich jeden Tag ein paar Minuten lang zu fragen, was im eigenen Herzen geschieht und sich einen geistlichen Begleiter zu suchen. "Das geistliche Gespräch mit Menschen, die eine geistliche Autorität besitzen, ist wichtig für den Christen", betonte er. 

"Es ist nicht notwendig, zum Papst oder zum Bischof zu gehen, um zu sehen, ob das, was ich fühle, gut ist. Es gibt so viele Leute - Priester, Ordensleute, Laien - die diese Fähigkeit haben, zu sehen, was in meinem Geist geschieht, damit er sich nicht irrt. Jesus musste das am Anfang seines Lebens tun, als der Teufel zu ihm kam und ihm drei Dinge vorschlug, die nicht dem Geist Gottes entsprachen. Er wies den Teufel mit dem Wort Gottes zurück."

"Wenn das Jesus passiert ist, dann auch uns, auch uns. Habt keine Angst!", fügte er hinzu. 

Der Papst sagte zudem, auch in der Zeit Jesu habe es "Menschen guten Willens gegeben: Sie dachten, der Weg Gottes sei ein anderer, wie zum Beispiel die Pharisäer, Sadduzäer, Essener, Zeloten. Alle hatten das Gesetz bei der Hand, aber sie haben nicht den besten Weg gewählt."

Aus diesem Grund rief er auf, Gehorsam im "Sinn der Disziplin der Kirche", zu leben; die Liebe, den Glauben der Kirche zu leben, der "hilft, zu wachsen", und er bat darum, die konkreten Brüdern und Schwestern zu lieben, auch "wenn es bei einigen nicht leicht fällt, sie zu lieben."

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