Dominikaner pflegen weltweites Gebet für ihre verstorbenen Eltern

Dominikaner bei der Feier der heiligen Messe in der Lateranbasilika
Foto: CNA / Daniel Ibanez
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Dominikaner auf der ganzen Welt haben vergangene Woche eine einzigartige Tradition gefeiert: Sie haben heilige Messen für ihre eigenen verstorbenen Eltern und die aller Ordensbrüder gefeiert.

Der 7. Februar wird ausdrücklich im liturgischen Kalender des Prediger-Ordens als Gebetstag für die verstorbenen Eltern aller Dominikaner gefeiert.

Die Dominikaner (Ordo Praedicatorum, OP) widmen sich ohnehin regelmäßig dem Gebet für die verstorbene Seelen und deren Ruhe. Täglich beten die Brüder für die Seelen jener Dominikaner, die an diesem Tag verstorben sind. Und Dominikaner-Patres sind verpflichtet, eine heilige Messe für kürzlich verstorbene Bruderpriester zu feiern.

"Die meisten Dominikaner haben irgendwann in ihrem Leben den Spruch gehört, dass der Domikaner-Orden nicht nur ein Ort ist, an dem es sich großartig leben läßt, sondern auch sterben. Das liegt daran, dass der Dominikanerorden seit seiner Gründung eine starke Hingabe zum Gebet für die Toten hat", so Professor Thomas Petri, O.P., akademischer Dekan des "Dominican House of Studies" in Washington im CNA-Interview.

"Jeden Tag versammeln sich die Brüder, um für die Seelen ihrer Brüder zu beten, die an diesem besonderen Tag gestorben sind. Wenn ein Bruder stirbt, sind seine Brüder, die Priester sind, im Gehorsam verpflichtet, eine Messe für ihn zu halten, und Ordensbrüder beten für die Seelen ihrer verstorbenen Brüder jede Woche einen Rosenkranz."

Frater Petri denkt, dass der Brauch, für verstorbene Eltern zu beten, damit zusammenhängt, dass der Dominikanerorden – im Gegensatz zu anderen Orden –  keinen Abbruch des Kontakts von seinen Familien verlangt. 

Trotz ihrer totalen Hingabe an die Mission des Ordens respektieren die Dominikaner die Tatsache, dass sie ohne ihre Eltern nicht geboren worden wären und daher niemals Brüder geworden wären.

"In der Gotteskindschaft erkennen wir, dass es uns ohne [unsere Eltern] nicht gebe. Deshalb beten wir ständig für die Eltern der Ordensbrüder und ganz besonders, wenn die Eltern der Brüder sterben. Wie unsere Hingabe, für unsere verstorbenen Brüder zu beten, beten wir für unsere verstorbenen Eltern und feiern die Messe zu ihrer Ruhe."

Die Liturgie der heiligen Messen am 7. Februar weist eine Besonderheit auf, wie Petri erklärte: Ein besonderes Gebet der Ordensbrüder, dass Gott ihren Eltern gnädig sei, und dass sie eines Tages mit ihnen im Himmel wieder vereint sein werden.

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