Erzbischof Schick: Reform ja, „aber keine neue Kirche erfinden“

Erzbischof Ludwig Schick
Foto: screenshot / YouTube / katholisch.de

Der seit kurzer Zeit emeritierte Bamberger Erzbischof Ludwig Schick hat angesichts von zahlreichen Bestrebungen, die Lehre der Kirche zu ändern, die Bedeutung der apostolischen Tradition, also der katholischen Überlieferung, betont. „Reform bedeutet: Die Kirche muss sich immer wieder aus der apostolischen Tradition erneuern, aber keine neue Kirche erfinden“, erklärte Schick.

„Apostolisch sind wir dann, wenn wir in der zweitausendjährigen Tradition der Kirche unser derzeitiges kirchliches Leben in Verkündung und Lehre, den Gottesdiensten und dem gemeindlichen sowie sozial-karitativen Leben neu gestalten“, sagte Schick am Sonntag in der Pfarrei Großwallstadt im Bistum Würzburg, wie die Erzdiözese Bamberg berichtete.

Es sei nicht richtig, von einer „deutschen Kirche“ zu sprechen. Stattdessen gebe es die katholische Kirche in Deutschland, die gerade dann katholisch sei, „wenn sie mit allen Menschen auf der ganzen Erde verbunden ist, vor allem mit dem Papst als Repräsentanten der katholischen Kirche“.

Die Strukturen der Kirche bestünden aus Menschen. Daher müsse gelten: „Reform für gutes Leben und Wirken der Kirche richtet sich immer an die Menschen, die in diesen Strukturen leben und Kirche bilden.“ Es gehe also um das Streben nach Heiligkeit jedes einzelnen Katholiken.

Schick betonte die Wichtigkeit von Pfarreien, denn gutes kirchliches Leben entstehe zunächst dort: „Wirklicher Aufbruch, Reformen und Zukunft entwickeln sich zuerst in den Pfarreien und in den kirchlichen Gemeinschaften vor Ort.“ Dies sei bis heute der Fall, trotz aller Probleme.

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