Erzbistum Köln: Kardinal Woelki sagt Flüchtlingen weitere Unterstützung zu

Kardinal Rainer Maria Woelki
Foto: Jochen Rolfes / Erzbistum Köln

Der Kölner Erzbischof, Kardinal Rainer Maria Woelki, hat angesichts der anhaltenden Flüchtlingskrise weitere Unterstützung aus dem Erzbistum Köln zugesichert. Wie aus einer Mitteilung des Erzbistums hervorgeht, erklärte der Kardinal seine Bereitschaft, auch Kinder und Familien aus griechischen Flüchtlingslagern aufzunehmen und zu versorgen.

Mit der Aktion "Neue Nachbarn" habe man in den vergangenen fünf Jahren "ein bewährtes Hilfenetz auf- und ausgebaut", so Woelki. Diese Aktion wurde im November 2014 von ihm ins Leben gerufen, um Flüchtlinge willkommen zu heißen und sie bei der Integration in Deutschland zu unterstützen. Dafür richtete er gemeinsam mit dem Diözesan-Caritasverband für das Erzbistum Köln einen Soforthilfe-Fonds für die Arbeit von Flüchtlingsinitiativen in den Gemeinden vor Ort ein.

Nach Angaben des Erzbistums engagieren sich mehr als 10.000 ehrenamtliche und rund 230 hauptamtliche Mitarbeiter bei diesem Projekt. Das Erzbistum Köln hat unter diesem Dach über 1.700 gemeindliche und verbandliche Maßnahmen mit fast sechs Millionen Euro gefördert.

Nach Angaben des Bundesinnenministeriums sollen bis Ende August 928 Migranten - darunter 243 kranke Kinder - aus den überfüllten Lagern auf den griechischen Inseln nach Deutschland kommen, um hier ein Asylverfahren zu durchlaufen. In Nordrhein-Westfalen sollen demnach rund 220 Personen untergebracht werden. Über die Zentrale Unterbringungs-Einrichtung (ZUE) in Wuppertal werden sie nach Abschluss des Asylverfahrens auf Kommunen in NRW verteilt. Woelki erklärte dazu wörtlich:

"Sie haben ihre Heimat aufgeben müssen, nicht, weil sie unbedingt zu uns wollen, sondern weil sie es wegen eines fürchterlichen Kriegs oder katastrophaler humanitärer Zustände nicht mehr ausgehalten haben. Seitdem zeigen viele Menschen eindrucksvoll, gerade auch bei uns im Erzbistum Köln, welche Hilfe und Unterstützung notwendig ist und geleistet werden kann. Und diese Menschen stehen auch jetzt bereit." 

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