Franziskus fordert Ende der Gewalt in Venezuela - und erinnert Priester an ihre Rolle

Papst Franziskus betet den Engel des Herrn am 29. Juni 2017
Foto: CNA / Daniel Ibanez
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Mit dem traditionellen Mittagsgebet, dem Engel des Herrn, fand eine wieder einmal turbulente Woche im Vatikan ihr Ende: Auf dem Petersplatz betete der Papst den Angelus mit den dort versammelten Gläubigen. Und rief zum Frieden in Venezuela auf.

Der Hunger, die Not, die Unruhen und tödliche Brutalität des sozialistischen Regimes unter Nicolas Maduro hat Franziskus bereits mehrfach angesprochen. Heute rief er erneut zu einem Ende der Gewalt in Venezuela auf: 

"Ich versichere dieser geliebten Nation mein Gebet und drücke meine Nähe zu den Familien aus, die Kinder in den Demonstrationen verloren haben".

Zuvor erinnerte Franziskus daran, ausgehend vom Sonntagsevangelium (Mt 10,40), wie ein Priester in der Nachfolge Christi steht: Es geht nicht um ihn und was er will, sondern darum, sich zu bekehren: Jesus, dem Herrn, nachzufolgen und Ihn mit seiner Frohen Botschaft den Menschen zu bringen. 

Wenn ein Priester das mal aus dem Blick verliere, so der Papst, fürden sei es wichtig, die Demut zu haben, das einzusehen. Denn "Die Menschen müssen wirklich sehen können, dass für diesen Jünger Jesus tatsächlich 'der Herr' ist, dass er die Mitte ist, dass er alles im Leben ist".

Für Christen steht Gott im Mittelpunkt, nicht der Mensch. Auch daran erinnerte der Papst. Er sagte, dass das Dasein als Jünger Jesu aus dieser Sicht auch über rein menschlichen Beziehunge stehe, so der Papst,  die Worte des Heilands zitierend:

"Wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich, ist meiner nicht würdig, und wer Sohn oder Tochter mehr liebt als mich, ist meiner nicht würdig."

Gleichzeitig beginnt mit dem heutigen Sonntag zumindest eine gewisse Sommerpause im Vatikan.

Wie der Heilige Stuhl bestätigte, werden im Juli zumindest alle Generalaudienzen ausfallen. Die morgendlichen Predigten des Papstes beginnen erst wieder im September.