"Für die heutige Zeit ein spannendes Thema": Oratorium für Kölner Dom komponiert

Der Dreikönigsschrein im Kölner Dom
Foto: Arminia / Wikimedia (CC BY-SA 3.0)

Im September soll das Dreikönigsoratorium, das anlässlich des 700-jährigen Jubiläums der Chorweihe des Kölner Doms komponiert wurde, uraufgeführt werden. Komponist Helge Burggrabe sagte am Donnerstag im Kölner Domradio, "die Dreikönigsthematik ist ein sehr poetisches Thema; die Frage nach Aufbruch, nach Weg, nach Suche."

"Mir ist aufgefallen, dass es für die heutige Zeit ein spannendes Thema ist", so Burggrabe. "Vieles ist gerade unsicher, viele sind vielleicht auch orientierungslos, so erlebe ich zumindest viele Menschen. Und da in diesem bedeutenden Bauwerk Kölner Dom, dieses berühmte Thema der drei Könige mit einem heutigen Werk, da eine Brücke zu schlagen, ist eine aufregende Sache!"

Die Internetseite des Kölner Doms fasst zusammen:

Das neu geschaffene Oratorium ist eine Hommage an den Kölner Dom und erzählt von der sagenumwobenen Wanderung der Heiligen Drei Könige nach Bethlehem zur Geburt Jesu und der Rückkehr in ihre Heimat. Dafür verknüpfte der Komponist Helge Burggrabe Bibelstellen mit poetischen Texten und vertonte sie zu einer bildreichen Musik für Solisten, Chöre und Orchester. Zugleich geht es um fundamentale Glaubensfragen in der heutigen Zeit, vom Aufbruch des Herzens und der Sehnsucht nach Licht und Orientierung, über Herausforderungen, Widrigkeiten und Verirrungen auf dem Weg bis zum An-kommen und Berührt-Werden im Herzen durch Gottes Gegenwart.

Er habe darauf geachtet, "dass die Bibelerzählungen natürlich der rote Faden sind", betonte Komponist Burggrabe. Gleichzeitig seien "auch heutige Gedanken dazukommen. Zum Beispiel Karl Rahner, der sagt: Gold der drei Könige steht für die Fülle des Lebens, für die Liebe oder der Weihrauch steht für die Sehnsucht, die Myrrhe steht für Schmerzen." Derartige Themen seien "überzeitlich und insofern auch hochaktuell".

Der Eintritt bei den ersten beiden Aufführungen des Dreikönigsoratoriums am 15. und 16. September ist kostenlos. Anmelden muss man sich aber doch.

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