"Jesus muss Eure erste und einzige Liebe sein", sagt Papst Franziskus Brasilianern

Papst Franziskus grüßt Pilger auf dem Petersplatz am 18. Oktober 2017
Foto: CNA / Daniel Ibanez

Papst Franziskus hat die Männer und Frauen geweihten Lebens in Brasilien aufgefordert, sich daran zu erinnern, dass Jesus ihre "erste und einzige Liebe" sein muss.

In einem Brief anlässlich der ersten nationalen Woche des geweihten Lebens des Landes, die vom 16. bis 22. August stattfand, schreibt der Papst, dass die Ordensleute dem Gebet Vorrang einräumen sollten.

In dem Brief, der am 16. August in portugiesischer Sprache auf der Website der brasilianischen Ordenskonferenz veröffentlicht wurde, besinnt er sich auf eine Frage, die er in seinem Apostolischen Schreiben für das Jahr 2014-15 des geweihten Lebens gestellt hatte. (Die deutsche Fassung im vollen Wortlaut können Sie hier lesen).

Franziskus schreibt den brasilianischen Geschwistern: "Um eine grössere Förderung und Erneuerung des Lebens und der Sendung der Personen des geweihten Lebens in Brasilien anzustreben, lade ich Sie deshalb erneut ein, die Frage zu stellen, die ich im Apostolischen Schreiben für das Jahr 2014 an die Personen des geweihten Lebens vorgeschlagen habe: Ist Jesus wirklich die erste und einzige Liebe – müssen wir uns weiter fragen –, wie wir es uns vorgenommen haben, als wir unsere Gelübde ablegten? Nur wenn er das ist, dürfen und müssen wir in der Wahrheit und in der Barmherzigkeit jeden Menschen lieben, der uns auf unserem Weg begegnet, denn wir haben dann von ihm gelernt, was Liebe ist und wie man liebt: Wir werden zu lieben verstehen, weil wir sein eigenes Herz haben".

In seinem Brief an die brasilianischen Ordensleuteerinnert der Papst daran, dass jede Berufung ihren Ursprung "in der Erfahrung hat, zu wissen, dass man von Gott geliebt wird".

"Andererseits müssen wir angesichts der Herausforderungen, die uns die heutige Gesellschaft, die einen epochalen Wandel durchlebt, auferlegt, wachsam sein, um der Versuchung einer weltlichen Sichtweise zu entgehen, die uns daran hindert, Gottes Gnade als Protagonisten des Lebens zu sehen, und uns dazu bringt, auf die Suche nach irgendeinem Ersatz zu gehen", warnt der Papst.

"Das beste Gegenmittel gegen die Versuchung ist es, inmitten all unserer Aktivitäten dem Gebet den Vorrang zu geben, in der Gewissheit, dass der Mensch, der seinen Blick auf Jesus richtet, lernt, zu leben, um zu dienen".

Der Papst schliesst den Brief mit der Bitte um die Fürsprache der Muttergottes von Aparecida, "damit diese Woche des geweihten Ordenslebens sehr fruchtbar werde".

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