Tödliche Lawine in Abruzzen nach neuen Erdbeben in Mittel-Italien

Die Kirche Sankt Augustinus in Amatrice.
Foto: RietiLife via ACI Stampa

Eine tödliche Lawine, ausgelöst durch die gestrigen Erdbeben in Mittel-Italien, hat offenbar mehrere Menschenleben gekostet.

Nach den heftigen Erschütterungen im Oktober 2016 gab es gestern mindestens vier Beben mit Stärke 5 der Richterskala innerhalb eines Zeitraums von vier Stunden.

Diese Erdstöße lösten offenbar auch die tödliche Lawine am Hang des "Gran Sasso"-Bergs aus, die ein ganzes Hotel in den Abruzzen erfasst hat. Die Zahl der Opfer ist zur Stunde noch unbekannt. "Es gibt viele Tote", sagte Antonio Crocetta, Leiter der örtlichen Bergwacht, gegenüber Medien. Schneestürme und blockierte Strassen erschweren die Einsätze.

Das gestrige Beben hatte erneut zahlreiche Häuser zum Einsturz gebracht; auch in Rom wurden Gebäude zeitweise evakuiert.

"Hier wackelt es weiter. An diesem Morgen haben wir das Erdbeben sehr deutlich gespürt. Dieses Erdbeben hat die Leute erneut in das Drama jener tragischen Nacht des 24. August versetzt", sagte Monsignore Domenico Pompili, der Bischof von Rieti, als er gestern das Erdbeben kommentierte. Bischof Pompili weiter:

"Wir hoffen, dass dies die letzten Beben sind und dass endlich das Ende ist, denn man hört auch, dass es noch Nachbeben in der Region Abruzzen geben könnte und dass der Ort Campotosto wieder ins Gleichgewicht kommen muss. Wir hoffen, dass man von den Erdbeben nun wirklich in der Vergangenheit reden kann, aber die klirrende Kälte dieser Tage, zusammen mit dem Schnee, verursacht objektiv Lebensbedingungen, die sehr schwierig sind, vor allem an den Orten des Erdbebenkraters." 

(Geschichte wird unten fortgesetzt.)

In Amatrice – das vom Erdbeben des 24. August völlig zerstört worden war – stürzte der Kirchturm der Kirche des heiligen Augustinus, der schon schwer beschädigt worden war, nun definitiv ein.

In Fermo, in den Marken, gab es Schäden an der Fassade der Kirche der Konfraternität der Pietà.

Das Beben im vergangenen Sommer hatte fast 300 Menschenleben gefordert. 

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