Nordamerika-Kolleg schafft Ausbildung und Feier der traditionellen Messe ab

Päpstliches Nordamerika-Kolleg: Schild des Seminars in Rom
Foto: Gabe Knezek via Flickr (CC BY 2.0)

Am Päpstlichen Nordamerika-Kolleg, der wichtigsten amerikanischen katholischen Einrichtung in Rom, wird die Ausbildung und Feier der traditionellen lateinischen Messe dauerhaft ausgesetzt.

Das teilte der Rektor, Pater James F. Checchio, in einem Schreiben an die "Community" des Kollegs mit, dass CNA vorliegt.

Das in Rom angesiedelte Priesterseminar – bekannt als North American College (NAC) – bildet angehende Priester aus Nordamerika aus. 

In einem Memorandum, das am 31. August unterzeichnet und veröffentlicht wurde, erklärte Pater Checchio, dass "als Papst Benedikt XVI. 2007 Summorum Pontificum herausgab, das Päpstliche Nordamerika-Kolleg in Übereinstimmung mit diesem Motu Proprio mit der offiziellen Ausbildung in der 'Außerordentlichen Form' begann und dafür sorgte, dass Messen nach dem Missale Romanum von 1962 in den regelmäßigen Turnus der besonderen Messen am Samstag aufgenommen wurden. Darüber hinaus stellte das Kolleg die liturgischen Materialien zur Verfügung, die die Priester für die Feier der 'Außerordentlichen Form' benötigten".

Doch, so der Rektor weiter, "angesichts des Motu proprio von Papst Franziskus, Traditiones Custodes, das am 16. Juli 2021 herausgegeben wurde, und nachdem wir kirchenrechtlichen Rat eingeholt haben, bleibt das Kolleg im Einklang mit dem, was der Heilige Vater von uns verlangt hat. Folglich wird das Päpstliche Nordamerika-Kolleg wie folgt verfahren."

Pater Checchio schreibt weiter: "Da die Erlaubnis des Diözesanbischofs für die Zelebration nach dem Missale Romanum 1962 für Priester im Lehrkörper wie für Seminaristen nicht ausreicht, um außerhalb ihrer jeweiligen Diözesen mit dem Missale Romanum 1962 zu zelebrieren, wird es keine Ausbildung in der 'außerordentlichen Form' mehr geben und auch keine Zelebrationen nach dem Missale Romanum 1962. Dies gilt auch für die von Seminaristen zelebrierten Feiern, die in der Vergangenheit in der Regel am Samstagvormittag stattfanden."

Der Rektor teilt auch mit, dass "die Rotation der Messen an Samstagen um 12:30 Uhr geändert wird, so dass die Feier der Messe des Novus Ordo in lateinischer Sprache die frühere Messe der 'Außerordentlichen Form' ersetzen wird."

"Folglich" - so Pater Checchio abschließend - "wird samstags nachmittags um 12.30 Uhr, außer an Wochenenden mit Reiseerlaubnis, in den Ferien und während der Prüfungszeit, eine Rotation der Messfeiern in dieser Reihenfolge stattfinden: Messe in Latein (Novus Ordo), Messe in Spanisch, Messe in Spanisch, Messe in Latein (Novus Ordo), Messe in Spanisch."

Die traditionelle lateinische Messe (TLM) ist auch als "tridentinische" und "gregorianische" bekannt, als Feier im Usus Antiquior, als Messe in der außerordentlichen oder überlieferten Form sowie als "Messe aller Zeiten" und "Alte Messe" (Vetus Ordo), im Gegensatz zur in den 1970er Jahren eingeführten "Neuen Messe" (Novus Ordo).

Übersetzt, ergänzt und redigiert aus dem englischen Original von AC Wimmer.

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