Österreichs Bundespräsident bei Papst Franziskus

Begegnung im Vatikan: Papst Franziskus und Österreichs Bundespräsident Alexander Van der Bellen am 16. November 2017
Foto: CTV

Papst Franziskus hat am heutigen Montag für gute 20 Minuten den österreichischen Bundespräsidenten empfangen.

Über kirchliche Themen habe man nicht gesprochen, erklärte danach Alexander Van der Bellen gegenüber der Presse.

Bei dem Gespräch sei es vielmehr um Klimaschutz und die Pandemie gegangen, so der Bundespräsident laut Agenturberichten. Auch die Verteilung von Impfstoffen sei Thema gewesen. Danach traf der österreichische Bundespräsident auch  Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin zu Gesprächen über die Klimakrise und die aktuelle Corona-Pandemie-Lage, wie es im Vorfeld hieß.

Der Besucher aus Wien überreichte nach Angaben des Vatikans dem Papst das Geschenk einer Spende von 20 Ziegen an Familien in Burundi durch ein Projekt der österreichischen Caritas, sowie ein Kunstwerk der Malerin Karin Meyer. Die Künstlerin gehört zu einer Caritas-Gruppe für Menschen mit Behinderung. 

Begleitet wurde der Politiker, der in Rom auch italienische Regierungsvertreter treffen wird, von seiner Frau, Doris Schmidauer. 

Franziskus überreichte dem Bundespräsidenten - wie es seine Gewohnheist ist - unter anderem eine Auswahl seiner eigenen Schriften, darunter das Dokument über die Brüderlichkeit

Nach dem Treffen lobte Van der Bellen die Irak-Reise des Papstes als bedeutend für interreligiösen Dialog. Dieser sei wichtig für den Weltfrieden. Die Aussagen des Papstes über Migration seien seiner Meinung nach "überhaupt nicht weltfremd", so der ehemalige Grünen-Politiker und Protestant, der sich als "konfessionslos" bezeichnet, weiter.

Van der Bellen hatte bereits im November 2017 den Papst besucht. Nach dieser ersten Begegnung erklärte Van der Bellen, die Mischung aus Intelligenz und Spiritualität des Papstes habe ihn beeindruckt. Er schätze er den Pontifex als "Repräsentanten einer ethisch und humanistisch orientierten Organisation".

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