Papst bedauert, dass er nicht am Klimagipfel in Glasgow teilnehmen konnte

Papst Franziskus
Foto: Daniel Ibáñez / ACI Prensa

Papst Franziskus bedauerte, dass er nicht an der UN-Klimakonferenz - international als COP26 bezeichnet - teilnehmen konnte, die seit dem 31. Oktober im schottischen Glasgow stattfindet und am heutigen Freitag, den 12. November, endet.

In einem Brief, den er am 9. November an die schottischen Katholiken geschrieben hatte, der aber erst am gestirgen Donnerstag, dem 11. November, vom Heiligen Stuhl veröffentlicht wurde, erklärt der Heilige Vater: "Ich hatte gehofft, am COP26 Treffen in Glasgow teilnehmen zu können und etwas Zeit - wenn auch eine kurze - mit Euch verbringen zu können."

Allerdings sei dies nicht möglich gewesen, bedauerte der Heilige Vater anschließend.

Die Abwesenheit des Papstes beim Klimagipfel bedeutet nicht, dass der Heilige Stuhl abwesend war. Der Vatikan hatte eine hochrangige Delegation unter Leitung des Kardinalstaatssekretärs Pietro Parolin entsandt.

Trotz seiner Enttäuschung, nicht teilnehmen zu können, versicherte Papst Franziskus, er freue sich, dass sich die schottischen Katholiken "im Gebet für meine Intentionen und für ein fruchtbares Ergebnis dieses Treffens vereinen, das dazu bestimmt ist, eines der großen moralischen Probleme unserer Zeit anzugehen: die Bewahrung der Schöpfung Gottes, die uns anvertraut wurde als Garten, den wir bewirtschaften sollen, und als gemeinsames Haus für unsere Menschheitsfamilie."

Bereits beim Angelus am 31. Oktober hatte der Papst eingeladen, für die COP26 zu beten, "damit der Schrei der Erde und der Schrei der Armen gehört werden; damit dieses Treffen effektive Antworten gibt, die den zukünftigen Generationen eine konkrete Hoffnung bieten."

In seinem Brief an die schottischen Katholiken fordert der Papst nun auf: "Erflehen wir Gottes Gaben der Weisheit und Kraft für jene, die mit der Leitung der internationalen Gemeinschaft beauftragt sind, und die sich bemühen, dieser großen Herausforderung mit konkreten Entscheidungen zu begegnen, die von der Verantwortung gegenüber der gegenwärtigen und den zukünftigen Generationen inspiriert sind."

Der Papst erklärte: "Die Zeit läuft ab. Diese Gelegenheit darf nicht verschwendet werden, damit wir uns nicht dem Urteil Gottes stellen müssen, weil wir versäumt haben, treue Verwalter der Welt zu sein, die er uns anvertraut hat."

Der Brief an die schottischen Gläubigen wurde am 9. November unterzeichnet, an dem die Kirche das Fest der Weihe der Lateranbasilika begeht. Als Kathedrale des Bischofs von Rom "symbolisiert sie die Gemeinschaft im Glauben und in der Liebe mit dem Stuhl Petri."

Der Papst war berührt davon, so schrieb er, gerade an diesem Tag "Euch und allen Katholiken Schottlands meine Zuneigung im Herrn und meine Ermutigung, in eurer erwiesenen Treue zum Herrn und zu seiner Kirche fortzufahren, zum Ausdruck zu bringen."

"Ich grüße jeden von Euch herzlich und versichere Euch mein Gebet für Euch und eure Familien, für die Jungen, für die Alten, die Kranken und all diejenigen, die in irgendeiner Weise unter den Auswirkungen der Pandemie leiden", heißt es weiter.

Der Brief endete mit der Bitte an die schottischen Katholiken, "für mich und meine Brüder im Bischofsamt an diesem Fest unserer Gemeinschaft im Dienst des Evangeliums und im Aufbau der Einheit der Kirche zu beten."

"Mögen in diesen herausfordernden Zeiten alle die Christus nachfolgen in Schottland ihre Verpflichtung erneuern, überzeugende Zeugen der Freude des Evangeliums und seiner Kraft zu sein, Licht und Hoffnung in jeses Bemühen um den Aufbau einer Zukunft der Gerechtigkeit, der Brüderlichkeit und des Wohlstands zu bringen, sowohl materiell als auch geistlich", schloss der Papst.

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