Papst Franziskus: "Afrika überrascht uns immer wieder"

Papst Franziskus
Foto: CNA Deutsch / Daniel Ibanez

Papst Franziskus hat in einer Videobotschaft an die Mitglieder eines Kongresses des Pan-Afrikanischen Netzwerks für Theologie und Pastoral erneut zum Dialog aufgerufen und dazu ermutigt, Visionen für die Weltkirche zu entwickeln.

"Wenn wir uns zusammentun, um zu erkennen, was Gott uns heute sagt, und zwar nicht nur, um den herausfordernden Bedürfnissen mit Sicherheit zu begegnen, sondern auch, um afrikanische Träume zu verwirklichen (soziale, kulturelle, ökologische und kirchliche Träume), dann ist das bereits ein Zeichen für eine aufstrebende afrikanische Kirche", so der Papst.

Bei seinen Besuchen in Afrika habe ihn vor allem "der Glaube und die Widerstandsfähigkeit dieser Völker immer wieder beeindruckt", so Franziskus. "Afrika überrascht uns immer wieder". 

Er rief auch dazu auf, in all den Überlegungen das "Beste von Ihnen zum Vorschein" zu bringen, damit das Ergebnis eine "Überraschung" werde. "Die Weisheit der afrikanischen Vorfahren erinnert uns bei diesem wichtigen Aufruf daran, dass sich 'Berge nie begegnen, Menschen aber schon'. Lasst uns weitermachen. Gemeinsam. Einander begleiten, einander helfen und gemeinsam wachsen."

"Möge eine Weisheitstheologie, wie Sie sie vorschlagen, die gute Nachricht der Barmherzigkeit für die Armen sein und Menschen und Gemeinschaften in ihrem Kampf um Leben, Frieden und Hoffnung nähren. Möge der Heilige Geist Sie inspirieren – mögen aus diesem Kongress Wege hervorgehen, die die Kirche braucht: Wege der missionarischen, ökologischen Umkehr, des Friedens, der Versöhnung und der Transformation der ganzen Welt.

Wie CNA Deutsch berichtete, musste Papst Franziskus aufgrund seiner Kniebeschwerden eine für Anfang Juli geplante Afrika-Reise in die Demokratische Republik Kongo und in den Südsudan verschieben. "Auf Bitten seiner Ärzte und um die Ergebnisse der Therapie, der er sich wegen seines Knies unterzieht, nicht zu gefährden, ist der Heilige Vater gezwungen, seine Apostolische Reise in die Demokratische Republik Kongo und in den Südsudan mit Bedauern zu verschieben", sagte Vatikansprecher Matteo Bruni am 10. Juni.

Die Reise, die für den 2. bis 7. Juli geplant und offiziell vorgestellt worden war, wird "auf ein späteres, noch zu bestimmendes Datum verschoben", hieß es in der Erklärung. Franziskus leidet nach Angaben des Vatikans an einer schmerzhaften Bänderentzündung im Knie, die seine Gehfähigkeit einschränkt. 

Das könnte Sie auch interessieren: