Papst Franziskus: "Berliner Mauer bleibt ein Sinnbild für Kultur der Teilung"

Papst Franziskus und Diplomaten in der Sala Regia am 9. Januar 2020
Foto: Vatican Media

"Der dreißigste Jahrestag des Falls der Berliner Mauer hat uns wieder eines der erschütterndsten Symbole der jüngeren Geschichte des Kontinents vor Augen geführt und zugleich daran erinnert, wie leicht es ist, Barrieren zu errichten".

Das hat Papst Franziskus im Rahmen des Neujahrsempfangs am heutigen 9. Januar den am Heiligen Stuhl als Vertreter  anderer Nationen dienenden Diplomaten gesagt.

"Die Berliner Mauer bleibt ein Sinnbild für eine Kultur der Teilung, die Menschen voneinander entfernt und dem Extremismus und der Gewalt die Türen öffnet", so der Pontifex vor der Kulisse der Sala Regia im Vatikan.

Dabei rief der Papst dazu auf, mit Nächstenliebe gegen Spaltung und Hass vorzugehen.

"Wir sehen dies immer mehr an der Sprache des Hasses, die im Internet und in den sozialen Kommunikationsmitteln weite Verbreitung findet", fuhr Franziskus fort.

"Den Barrieren das Hasses ziehen wir die Brücken der Versöhnung und der Solidarität vor, gegenüber dem, was Entfernung schafft, bevorzugen wir das, was Annäherung bringt".

Er sei sich bewusst, dass, wie vor hundert Jahren sein Vorgänger Benedikt XV. geschrieben habe, "sich kein Friede festigen kann", wenn nicht gleichzeitig Hass und Groll durch eine auf gegenseitiger Nächstenliebe gegründete Versöhnung besänftigt werden".

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