Papst Franziskus: Christliche Hoffnung erlischt nicht

Papst Franziskus feiert die heilige Messe in Camerino am 16. Juni 2019
Foto: Vatican Media
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Die Hoffnung, die mehr ist als nur Optimismus, schenkt einem ein tiefes Vertrauen in die Fürsorge Gotte – egal, was auch passiert: Das hat Papst Franziskus am heutigen Sonntag gesagt und dabei betont, dass jeder Mensch für Gott wertvoller als alles andere sei.

Die Hoffnung des Christen "erlischt nicht, denn sie basiert auf der Treue Gottes. Die Hoffnung des Geistes ist nicht einmal Optimismus. Tiefer geboren, entzündet sie am Grund des Herzens die Gewissheit, kostbar zu sein", so der Papst am 16. Juni.

"Es ist eine Hoffnung, die Frieden und Freude im Inneren hinterlässt, unabhängig davon, was draußen passiert. Es ist eine Hoffnung, die starke Wurzeln hat, die kein Sturm des Lebens entwurzeln kann", fügte er hinzu. "Es ist eine Hoffnung, die – sagt der heilige Paulus – nicht enttäuscht".

Papst Franziskus feierte die heilige Messe in Camerino, einer Gemeinde in der Provinz Macerata in den mittelitalienischen Marken. Die Region wurde in den Jahren 2016 und 2017 von schweren Erdbeben heimgesucht.

Das Messopfer wurde auf dem Platz außerhalb der Kathedrale gefeiert, die sich nach den Schäden durch das Erdbeben noch im Wiederaufbau befindet.

In seiner Predigt wandte sich Franziskus an die Betroffenen der Katastrophe.

Wenn Menschen beunruhigt oder verwundet sind – und seine Zuhörer wüssten aus eigener Erfahrung genau, was das bedeute, so Franziskus – dann ist es der Heilige Geist, der Menschen befreien kann von den Traurigkeit und Ängsten.

"Der Geist nährt uns mit lebendiger Hoffnung. Laden wir ihn ein. Bitten wir ihn, zu uns zu kommen, und er wird näher kommen. Komm, Tröstergeist! Komm, gib uns etwas Licht, gib uns die Hoffnung, die nicht enttäuscht. Komm, Heiliger Geist", betete er.

In seiner Predigt nahm der Pontifex auch Bezug auf den Psalm der Tageslesung. "Was ist der Mensch, wenn das, was er baut, binnen eines Moments in sich zusammenstürzen kann? Was ist es, wenn seine Hoffnung zu Staub werden kann?" Die Antwort sei, das Gott an die Menschen denke, so der Papst.

"Er denkt an uns. In aller Unsicherheit, die wir drinnen und draußen spüren, gibt der Herr uns eine Gewissheit: Er denkt an uns. Wir liegen ihm am Herzen."

"Wir sind klein unter dem Himmel und machtlos, wenn die Erde zittert, aber für Gott sind wir kostbarer als alles andere."

Bevor er nach der Messe den Angelus betete, sagte Papst Franziskus den Menschen in der Diözese, dass er gekommen sei, um ihnen nahe zu sein und mit ihnen zu beten.

Indem er die Diözese der Jungfrau Maria anvertraute, betete Franziskus: "Möge sie, die die erste Gemeinschaft der Jünger Jesu mit ihrer mütterlichen Gegenwart belebt hat, auch der Kirche heute helfen, ein gutes Zeugnis für das Evangelium abzulegen."

Bevor der Papst am Nachmittag per Hubschrauber in den Vatikan zurückkehrte, traf er sich kurz mit rund 200 Kindern, die ihre erste Kommunion empfangen hatten.

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