Papst Franziskus: Das Problem des Hungers muss an der Wurzel bekämpft werden

Papst Franziskus spricht über Ernährungssicherheit, Migrationsströme und Klimawandel am 16. Oktober in Rom
Foto: L'Osservatore Romano
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In einer langen Rede hat Papst Franziskus am heutigen Montag darüber gesprochen, dass das Problem des Welthungers nicht allein durch Worte zu lösen ist. Eine neue globale Mentalität der Liebe sei nötig, nicht des Profits, sei vonnöten, um die Ursachen zu beseitigen.

Vor dem Hintergrund der täglichen Berichterstattung über Katastrophen, Krieg und andere Übel riskiere die Menschheit, in Gleichgültigkeit zu verfallen.

"Wir müssen dringend neue Wege finden, die Möglichkeiten die wir haben, in eine Garantie dafür zu verwandeln, die jeder Person erlaubt, mit Vertrauen in die Zukunft zu blicken".

Der Papst sprach anlässlich des Welternährungstages der Vereinten Natione vor den Landwirtschaftsministern der G7-Staaten, die derzeit in Rom tagen.

Zusammenhang mit Migration und Klimawandel

Zwei zentrale Themen des Papstes, Migration und Klimawandel, betonte der Papst mit Blick auf deren Zusammenhang mit Mangelernährung und Hunger. 

"Die heutige Wirklichkeit verlangt eine größere Verantwortung auf allen Ebenen, nicht nur, um die notwendige Produktion oder eine gerecht Verteilung der Früchte der Erde zu garantieren – denn das sollte selbstverständlich sein – sondern vor allem um das Recht eines jeden Menschen zu schützen, sich seinen Bedürfnissen entsprechend zu ernähren sowie an den Entscheidungen, die ihn betreffen, und der Realisierung seiner Bestrebungen beteiligt zu werden, ohne sich von seinen Lieben zu trennen."

Was den Klimawandel betreffem so sehe man täglich seine Folgen, so Franziskus. "Die Achtlosigkeit gegenüber dem empfindlichen Gleichgewicht der Ökosysteme, die Anmaßung, die begrenzten Ressourcen der Erde zu manipulieren und zu kontrollieren, sowie die Profitgier kommen wieder an den Tag", sagte der Papst weiter. Es gehe darum, den Lebensstil zu ändern und das Prinzip der Liebe müsse weltweit durchgesetzt werden, auch in den internationalen Beziehungen. Die Liebe garantiere die globale Sicherheit der Menschheit.

Als Geschenk überreichte der Papst nach seiner Rede eine Marmorstatue des drei Jahre alten syrischen Flüchtlings Aylan Kurdi, der offenbar im Jahr 2015 vor der türkischen Küste ertrank beim Versuch, sich über das Mittelmeer schleppen zu lassen.

Elise Harris trug zur Berichterstattung bei.

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