Papst Franziskus: Das Tor zum Himmel ist eng, aber Maria kann uns helfen

Papst Franziskus segnet eine Darstellung des Gnadenbilds Unserer Lieben Frau von der immerwährenden Hilfe
Foto: Vatican Media
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Der Weg zum Himmel ist anspruchsvoll und das Tor zum Paradies ist ein enges: Das hat Papst Franziskus heute zum Gebet des Angelus den Gläubigen gesagt.

Die Mutter Jesu, Maria, sei selber durch diese enge Tür gekommen und helfe denen, die darum bitten, so der Pontifex zu den Besuchern auf dem Petersplatz am 25. August. Deshalb werde die Muttergottes auch oft "Tor des Himmels" genannt.

"Sie nahm Jesus von ganzem Herzen an und folgte ihm jeden Tag ihres Lebens, auch wenn sie es nicht verstand, selbst wenn ein Schwert ihre Seele durchbohrte", sagte der Papst.

Das Tor zum Himmel ist zwar prinzipiell für jede Seele offen – es gebe keine "Obergrenze", so der Papst – aber man müsse schon selber dadurch schreiten, sich nicht nur "auf den Weg machen".

Konkret bedeute dies: Wirklich in die Kirche gehen, sich den Sakramenten nähern, mit der Heiligen Schrift geistig stärken. Franziskus betete dazu: "Möge die Jungfrau Maria uns dabei helfen."

Der Papst legte die heutige Evangeliumspassage des heiligen Lukas aus, in der Jesus gefragt wird:

"Herr, sind es nur wenige, die gerettet werden?"

Christus nimmt in seiner Antwort im Evangelium kein pseudo-pastorales Blatt vor den Mund:

"Bemüht euch mit allen Kräften, durch die enge Tür zu gelangen; denn viele, sage ich euch, werden versuchen hineinzukommen, aber es wird ihnen nicht gelingen. Wenn der Herr des Hauses aufsteht und die Tür verschließt und ihr draußen steht, an die Tür klopft und ruft: Herr, mach uns auf!, dann wird er euch antworten: Ich weiß nicht, woher ihr seid."

Mit seiner Antwort, sagte Papst Franziskus den Pilgern und Besuchern auf dem Petersplatz, habe Jesus nicht darüber gesprochen, wie viele Menschen es in den Himmel schaffen.

"Mit diesen Worten macht Jesus deutlich, dass es nicht um Zahlen geht", so Franziskus. Jesus täusche die Menschen nicht; er sage nicht, dass der Weg zum Himmel eine große, schöne Straße mit einer großen Tür am Ende sei, durch die ein jeder es ins Paradies schaffe.

Es gehe darum, Gott zu lieben und um Gottes Liebe auch seinen Nächsten – entschlossen und beharrlich.

"Für uns Christen bedeutet das, dass wir berufen sind, eine wahre Gemeinschaft mit Jesus aufzubauen, zu beten, in die Kirche zu gehen, uns den Sakramenten zu nähern und uns mit seinem Wort zu nähren", erklärte er.

Dann könne man sich mit der Gnade Gottes "für das Wohl unserer Brüder einsetzen, gegen jede Form von Bösem und Ungerechtigkeit kämpfen", fuhr Franziskus fort.

Nach dem Gebet des "Engel des Herrn" sprach der Pontifex über die anhaltenden Waldbrände im Amazonasgebiet. Er bete dafür, dass die Brände "bald gelöscht werden können", da der Regenwald der Region "lebenswichtig für unseren Planeten" sei.

Hannah Brockhaus trug zur Berichterstattung bei

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