Papst Franziskus sagt Ordensfrauen: Wehrt Euch, wenn ihr ungerecht behandelt werdet

Papst Franziskus trifft Ordensschwestern bei einer Generalaudienz am 19. Januar 2022.
Foto: Vatican Media

Papst Franziskus hat Ordensfrauen aufgefordert, sich zu wehren, wenn sie von den Männern der Kirche ungerecht behandelt oder "auf Dienstbarkeit reduziert" werden.

"Ich ermutige alle geweihten Frauen, zu unterscheiden und zu wählen, was das Beste für ihre Mission ist angesichts der Herausforderungen der Welt, die wir erleben", sagte Papst Franziskus in einer Videobotschaft am 1. Februar.

"Ich lade sie ein, zu kämpfen, wenn sie in einigen Fällen ungerecht behandelt werden, sogar innerhalb der Kirche; wenn sie so viel dienen, dass sie auf Knechtschaft reduziert werden - manchmal von Männern der Kirche", sagte der Papst.

Papst Franziskus hat die Katholiken gebeten, im Monat Februar in besonderer Weise für die Ordensschwestern und geweihten Frauen zu beten.

In seiner Videobotschaft ermutigte Papst Franziskus die Ordensschwestern, sich nicht entmutigen zu lassen, sondern durch apostolische Werke und das Zeugnis ihrer Weihe "die Güte Gottes weiter bekannt zu machen".

"Lasst uns für die Ordensschwestern und geweihten Frauen beten und ihnen für ihre Mission und ihren Mut danken; mögen sie weiterhin neue Antworten auf die Herausforderungen unserer Zeit finden", sagte der Papst.

Nach Angaben von Fides, der Nachrichtenagentur der vatikanischen Kongregation für die Evangelisierung der Völker, gibt es weltweit mehr als 630.000 Ordensfrauen.

Ordensschwestern auf der ganzen Welt sind unter anderem in den Bereichen Bildung, Gesundheit, interreligiöser Dialog, Konfliktlösung, Abtreibungsgegner, Sozialarbeit, Altenpflege und im Dienst an den Opfern des Menschenhandels tätig.

"Was wäre die Kirche ohne Ordensschwestern und gottgeweihte Laien? Ohne sie kann die Kirche nicht verstanden werden", sagte Papst Franziskus.

Das Video des Papstes wurde in Zusammenarbeit mit der Internationalen Union der Generaloberinnen gedreht, einer Organisation mit Sitz in Rom, die mehr als 1.900 Ordensgemeinschaften miteinander verbindet.

"Ich ermahne sie, weiter zu arbeiten und sich für die Armen, die Ausgegrenzten und all jene einzusetzen, die von Menschenhändlern versklavt werden. Ich bitte sie besonders darum, sich dafür einzusetzen", sagte er.

"Und lasst uns beten, dass sie als Katechisten, Theologen und geistliche Begleiter die Schönheit der Liebe und des Mitgefühls Gottes zeigen."

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Übersetzt und redigiert aus dem Original der CNA Deutsch-Schwesteragentur.