Wir sind Gottes Kinder, nicht seine Sklaven, betont Franziskus

Papst Franziskus winkt Pilgern auf dem Petersplatz am 20. Juni 2018.
Foto: Daniel Ibanez / CNA Deutsch
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Über die Zehn Gebote hat Papst Franziskus in seiner Katechese bei der Generalaudienz am heutigen Mittwoch gesprochen. Dabei betonte der Pontifex, dass diese nicht für sich allein in der Heiligen Schrift stehen, sondern Teil der Beziehung Gottes zu seinem Volk sind.

"Das Gebot ist eine bloße Mitteilung, das Wort hingegen das wesentliche Mittel der Beziehung als Dialog. Gott spricht zu seinem Volk, betonte Franziskus.

"Von jeher, wie auch die Erzählung vom Sündenfall im Buch Genesis deutlich macht, steht der Mensch vor diesem Scheideweg: Ist Gott jemand, der mir die Dinge auferlegt oder der für mich Sorge trägt? Sind seine Gebote allein Gesetz oder sein Wort für mich? Ist er Herrscher oder Vater, sind wir Untertanen oder Kinder?"

In diesem innerlichen und äußerlichen Ringen müsse der Christ sich unentwegt zwischen dem Denken als Sklaven oder als Kinder entscheiden, sagte der Papst den Pilgern auf dem Petersplatz.

"Der Heilige Geist ist ein Geist der Kindschaft. Ein Geist als Sklaven kann das Gesetz nur als Unterdrückung annehmen mit zwei gegensätzlichen Ergebnissen: ein Leben unter Pflichten und Zwängen oder eine gewaltsame Haltung der Ablehnung. Das Christentum als Ganzes ist hingegen der Übergang vom Buchstaben des Gesetzes zum Geist, der lebendig macht".

Die Zehn Gebote seien "das Geschenk des Bundes Gottes mit uns Menschen. Wir wollen als seine Kinder unsere Beziehung mit dem Herrn leben, indem wir seinem Wort folgen und dem Heiligen Geist, der lebendig macht", so Franziskus. 

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