Kampf gegen Missbrauch: Papst Franziskus sendet Erzbischof Scicluna nach Mexiko

"Kein einziger Fall" von Sexueller Gewalt soll ungestraft bleiben – Bischofskonferenz und Ordensobere setzen "Null-Toleranz-Prinzip" um

Monsignore Jordi Bertomeu (links) und Monsignore Charles Scicluna (rechts) bei ihrem Besuch in Chile 2018
Foto: Giselle Vargas / ACI Prensa

Die mexikanische Bischofskonferenz (CEM) und die Apostolische Nuntiatur in Mexiko haben am gestrigen 2. März bestätigt, dass Papst Franziskus Monsignore Charles Scicluna, den Erzbischof von Malta und beigeordneten Sekretär der Kongregation für die Glaubenslehre, gemeinsam mit Monsignore Jordi Bertomeu zur Unterstützung des Kampfes gegen sexuellen Missbrauch sendet.

"Wir vertrauen darauf, dass dies dazu beitragen wird, besser auf die Fälle des Missbrauchs zu antworten, indem wir zivilrechtlich und kirchenrechtlich nach dem Null-Toleranz-Prinzip handeln, damit kein einziger Fall in unserer Kirche ungestraft bleibt" heißt es in einer Mitteilung der mexikanischen Bischöfe, in der die Mission angekündigt wird. 

Die Mission von Monsignore Scicluna und Monsignore Bertomeu wird vom 20. März bis 27. März stattfinden.

Die Nuntiatur gab auch bekannt, dass sich die päpstlichen Gesandten am 20. März mit allen mexikanischen Bischöfen in der Casa Lago, dem Sitz der CEM, versammeln werden. Am 23. März findet ein Treffen mit allen Generaloberen der religiösen Orden in Mexiko statt.

In der Mittelung betont die Nuntiatur zudem, dass die Gesandten während der gesamten Tage der Mission für alle zur Verfügung stehen, die ihre Erfahrungen mitteilen wollen oder Orientierung und Hilfe suchen.

Monsignore Charles Scicluna und Monsignore Jordi Bertomeu wurden bereits im Juni 2018 von Papst Franziskus nach Chile entsandt, um die Vertuschungsvorwürfe in der Diözese Osorno zu untersuchen. 

Die Bischofskonferenz erklärte: "Es ist klar, dass die Kirche zunächst wirksam den Missbrauch im eigenen Inneren ausrotten muss, damit sie fähig wird, zu helfen diese Geißel wirksam in vielen Bereichen, in denen sie präsent ist (unter anderem Familie, Schule, Arbeit) zu bekämpfen."

"Wir fordern unsere Mitbrüder, die Bischöfe von Mexiko und die Generaloberen der Ordensgemeinschaften auf, diese Gelegenheit mit großer Bereitschaft und Offenheit zu nutzen, da Erzbischof Scicluna und Monsignore Bertomeu auf diesem Gebiet viel Erfahrung haben."

Die Bischöfe würdigten ebenso jede Art von Einsatz im Kampf gegen Missbrauch und zum Schutz Minderjähriger und Schutzbefohlener.

"Wir bitten Gott und Unsere Liebe Frau von Guadalupe, dass diese wichtige Mission uns als Kirche helfen möge, schnell und gerecht zu handen, um diese Verbrechen und jede Art des Missbrauchs von Jugendlichen auszumerzen, innerhalb und außerhalb der Kirche; und dass sie den Glauben, die Hoffnung und die Liebe im pilgernden Gottesvolk in Mexiko stärken mögen", schließt der Text.

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