Parolin: Zwischen Papst Benedikt und Franziskus herrscht "spirituelle Kontinuität"

Kardinal Pietro Parolin im Petersdom am 3. Oktober 2015
Foto: Mazur/catholicnews.org.uk

Kardinal Pietro Parolin hat eine Einleitung zu einem Buch geschrieben, das eine Kontinuität zwischen Papst Franziskus und seinem Vorgänger, dem emeritierten Papst Benedikt XVI. betont.

Das berichtet die "Catholic News Agency", die englischsprachige Schwesteragentur von CNA Deutsch.  

Das Buch, das am 1. September veröffentlicht wurde, trägt den Titel "Una Sola Chiesa", was soviel bedeutet wie "Eine einzige Kirche". Es ist eine Zusammenstellung von päpstlichen Katechesen, die die Worte von Papst Franziskus und Benedikt XVI. zu mehr als 10 verschiedenen Themen nebeneinander stellt, darunter Glaube, Heiligkeit und Ehe.

"Im Fall von Benedikt XVI. und Papst Franziskus hat die natürliche Kontinuität des päpstlichen Lehramtes ein einzigartiges Merkmal: die Anwesenheit eines emeritierten Papstes im Gebet neben seinem Nachfolger", schreibt Parolin in der Einleitung.

Der Staatssekretär des Vatikans hebt sowohl die "geistliche Übereinstimmung der beiden Päpste als auch die Vielfalt ihres Kommunikationsstils" hervor.

"Dieses Buch ist ein bleibendes Zeichen dieser intimen und tiefen Verbundenheit, da es die Stimmen von Benedikt XVI. und Papst Franziskus in entscheidenden Fragen Seite an Seite präsentiert", so Parolin.

In seiner Einleitung berichtet Parolin, dass die Schlussrede von Papst Franziskus auf der Familiensynode 2015 Zitate von Paul VI., Johannes Paul II. und Benedikt enthielt.

An diesem Beispiel bringt der Kardinal zum Ausdruck, dass "die Kontinuität des päpstlichen Lehramtes der Weg ist, den Papst Franziskus beschritten und verwirklicht hat, der sich in den feierlichsten Momenten seines Pontifikats immer auf das Beispiel seiner Vorgänger berief".

An diesem Beispiel bringt der Kardinal zum Ausdruck, dass "die Kontinuität des päpstlichen Lehramtes der Weg ist, den Papst Franziskus beschritten und verwirklicht hat, der sich in den feierlichsten Momenten seines Pontifikats immer auf das Beispiel seiner Vorgänger berief".

Parolin beschreibt auch die "lebendige Zuneigung", die zwischen dem Papst und dem emeritierten Papst bestehe, und zitiert Benedikt mit den Worten, die er am 28. Juni 2016 an Franziskus gerichtet hat: "Ihre Güte, die vom Augenblick Ihrer Wahl an offensichtlich war, hat mich immer wieder beeindruckt und unterstützt mein inneres Leben in hohem Maße. Die Vatikanischen Gärten sind trotz all ihrer Schönheit nicht meine wahre Heimat: Meine wahre Heimat ist Ihre Güte".

Das 272 Seiten dicke Buch ist in italienischer Sprache bei Rizzoli erschienen. Wer der Herausgeber der Sammlung der päpstlichen Reden ist, wurde nicht bekannt gegeben.

Der Staatssekretär des Vatikans bezeichnet das Buch als " Leitfaden für das Christentum " und fügt hinzu, dass es die Themen Glaube, Kirche, Familie, Gebet, Wahrheit und Gerechtigkeit, Barmherzigkeit und Liebe behandelt.

"Die geistliche Übereinstimmung der beiden Päpste und die Mannigfaltigkeit ihres Kommunikationsstils vervielfachen die Perspektiven und bereichern die Erfahrung der Leser: nicht nur der Gläubigen, sondern aller Menschen, die in einem Zeitalter der Krise und Unsicherheit in der Kirche eine Stimme erkennen, die in der Lage ist, für die Bedürfnisse und Bestrebungen des Menschen zu sprechen", sagte er.

Übersetzt und redigiert aus dem Original der CNA Deutsch-Schwesteragentur. 

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