Priester in El Salvador von krimineller Bande hingerichtet

Pfarrer Cecilio Perez Cruz
Foto: ACI Prensa
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Ein am Wochenende durch Kriminelle hingerichteter Pfarrer in El Salvador ist am gestrigen Montag beerdigt worden.

Wie mehrere Medien berichten, fanden Angehörige der Pfarrei am Samstag die Leiche ihres Pfarrers. Der 38 Jahre alte Cecilio Perez war durch drei Schüsse hingerichtet worden.

Cruz war Pfarrer von St. Josef in Juayu, einer Gemeinde im Bistum Sonsonate, unweit der Grenze zu Guatemala.

Neben dem Körper des Priesters befand sich Berichten zufolge eine handschriftliche Notiz, die von der Bande "Mara Salvatrucha" unterzeichnet war: "Er hat die Miete nicht bezahlt".

Wie ACI Prensa, die spanischsprachige Schwesteragentur von CNA Deutsch, berichtet, ist Bandenkriminalität ist ein weitverbreites Problem im Land.

Gangs bedienen sich oft des Mittels der Erpressung, um Macht auszuüben.

Die Bande "Mara Salvatrucha" ist besser bekannt als MS-13. Sie wurde von Kindern salvadorianischer Einwanderer in Los Angeles in den 1970er und 80er Jahren gegründet.

Bischof Constantino Barrera von Sonsonate bat die Katholiken, für Pfarrer Perez zu beten, und lobte den pastoralen Dienst des Priesters.

Die Regierung von El Salvador verurteilte den Mord und sprach der Familie des Geistlichen sowie der Gemeinde ihr Beileid aus.

El Salvador hat eine der höchsten Mordraten der Welt, mit 51 Morden pro 100.000 Einwohner im vergangenen Jahr, und die Gewalt durch Banden ist besonders akut.

Kirchenvertreter haben immer wieder öffentlich kritisiert, dass Gangs praktisch straffrei agieren.

Die Regierung hat im Zuge des jüngsten Mordes angekündigt, mit neuen Mitteln gegen die Bandenkriminalität vorgehen zu wollen.

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