Priester und 44 weitere Personen in Nigeria entführt

Nigerianische Flagge
Foto: railway fx/Shutterstock
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Mehrere Medien melden eine weitere Entführung aus Nigeria: Zu den 45 Personen, die am Sonntag, dem 27, März, entführt wurden, gehört laut Angaben des Nigeria Catholic Network (NCN) auch ein katholischer Priester der Diözese Minna.

In einem Bericht vom Montag, dem 28. März, heißt es, dass einige Terroristen den katholischen Pfarrer der St. Mary's Catholic Church, Pfarrer Leo Raphael Ozigi, in Sarkin Pawa, dem Sitz des Gemeindeverwaltungsgebiets Munya im Bundesstaat Niger, entführt haben; ebenso weitere 44 Dorfbewohner. 

Der Sekretär der Christian Association of Nigeria (CAN) für den Bundesstaat Niger, Pastor Raphael Opawoye, gab einige Einzelheiten zu dem Vorfall bekannt.
"Leo Raphael Ozigi wurde am Sonntag entführt, als er nach der Sonntagsmesse von Sarkin Pawa nach Gwada zurückkehrte", so Opawoye im Bericht von NCN. Er sei von Fulani-Hirten entführt worden.

In einem Bericht von Sahara Reporters, ebenfalls vom 28. März, wird ein Bewohner des Gebiets mit Namen Shehu Abubakar wie folgt zitiert: "Die anderen 44 Dorfbewohner, die entführt wurden, waren gerade am Samstag aus Lagern für Binnenvertriebene in ihre Gemeinden zurückgekehrt. Die Banditen bewegten sich ungehindert entlang der Straße von Sarkin Pawa nach Gwada, ohne dass jemand sie angehalten hätte."

"Wir sind besorgt, weil unser Problem anscheinend noch nicht vorbei ist. Die Leute haben gerade begonnen, am Samstag zurückzukehren, um den Anbau der Yamswurzeln vorzubereiten", fügte er hinzu.

"Die Regierung hat uns ermutigt, in unsere Gemeinden zurückzukehren, da es Sicherheitsvorkehrungen geben würde. Die Leute begannen am Samstag zurückzukehren und diese Kriminellen fielen erneut bri uns ein", beklagte Abubakar. 

Nigeria lebt seit 2009 - teils auch schon früher - in Unsicherheit, aufgrund des Aufstands der terroristischen Gruppierung Boko Haram, die es sich zum Ziel gesetzt hat, das Land in einen islamischen Staat zu verwandeln.
Seitdem orchestriert die Terrormiliz, eine der größten islamistischen Gruppierungen in Afrika, willkürliche Terroranschläge gegen verschiedene Ziele, darunter religiöse und politische Gruppen, sowie Zivilisten, wie ACI Africa berichtet.

Die unsichere Situation im Land wurde durch die Beteiligung von den überwiegend muslimischen Fulani-Hirten, auch bekannt als Fulani-Milizen, noch komplizierter.

Die Entführung von Pfarrer Ozigi ist nur die jüngste aus einer ganzen Reihe von Entführungen von Priestern in der bevölkerungsreichsten Nation Afrikas.

Im April 2021 wurde Pfarrer Izu Marcel Onyeocha von bewaffneten Männern entführt, später jedoch wieder freigelassen.

Im Mai letzten Jahres wurde die katholische Pfarrei St. Vincent Ferrer Malunfashi in der Diözese Sokoto in Nigeria angegriffen und zwei Priester entführt. Einer von ihnen wurde getötet; der andere wurde später freigelassen.
Im Juli letzten Jahres wurde Pfarrer Elijah Juma Wada aus der Diözese Maiduguri entführt; er entkam seinen Entführern.

Ein weiterer Priester aus der Diözese Kafanchan in Nigeria wurde im September 2021 entführt; die Entführer ließen ihn später frei.

Am 6. Januar wurde Pfarrer Joseph Danjuma Shekari aus seinem Pfarrhaus in der Diözese Kafanchan, Nigeria, entführt und einen Tag später freigelassen.

Anfang diesen Monats wurde Pfarrer Joseph Akete, der in der Erzdiözese Kaduna in Nigeria wirkt, von bewaffneten Männern aus seiner Wohnung entführt und sein Wachmann getötet.

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