Seligsprechungsprozess von Carmen Hernández eröffnet

Carmen Hernandez
Foto: NeokatechumenalerWeg.de
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Kardinal Carlos Osoro, Erzbischof von Madrid, hat im Rahmen eines Gottesdienstes anlässlich des fünften Todestags von Carmen Hernández das Seligsprechnungsverfahren der Spanierin eröffnet.

Während der live gestreamten Messe wurde Osoro der "Supplex Libellus" überreicht, eine Sammlung von Dokumenten, die darum bitten, dass die diözesane Phase von Hernández' Seligsprechungsprozess offiziell eröffnet wird.

"Carmen wollte in ihrem Leben eine Sprecherin für Jesus Christus sein", sagte Osoro in seiner Predigt. "Wie oft hören wir von ihren eigenen Lippen, dass das, was der Mensch am meisten braucht, ist, mit der Liebe von Christus selbst zu lieben und die Liebe des Herrn zu erfahren."

Hernández wurde in Ólvega, Spanien, geboren, wuchs aber hauptsächlich in Tudela auf. Sie studierte Chemie in Madrid und trat danach in das Institut der Missionare Jesu Christi ein. Nach dem Abschluss ihres Theologiestudiums gründete sie 1964 den Neokatechumenalen Weg mit Kiko Argüello. Sie starb im Jahr 2016.

Ein Seligprechnungsprozess kann frühestens fünf Jahre nach dem Tod einer Person eingeleitet werden. In einem aufwändigen Verfahren wird das Leben der betreffenden Person auf Tugendhaftigkeit geprüft, außerdem ist der Nachweis eines Wunders nötig.

In einem Interview mit der spanischen Zeitschrift Alfa y Omega hatte der Postulator Carlos Metola erklärt: „Wir haben etwa 1.500 Mitteilungen über Gebetserhörungen aus mehr als 70 verschiedenen Ländern erhalten, die durch Carmens Fürsprache geschehen sind. Von diesen Berichten haben 35 Prozent mit Problemen in der Schwangerschaft und bei der Geburt zu tun. 30 Prozent hatten mit Heilungen von Krankheiten zu tun, einige davon beeindruckend, weil sie unerklärlich waren”.

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